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DB-Tipp: Schutz gegen Erpressung

Diamantbericht...Der Laden von Herrn Leonhard Müller(Name geändert) war mehr als nur ein Geschäft; es war sein Lebenswerk. Sein Ruf basierte auf Ehrlichkeit, meisterhafter Handwerkskunst und einer unaufdringlichen, fast altmodischen Freundlichkeit. Eines trüben Dienstagnachmittags betrat eine Frau das Geschäft, die nicht so recht zum üblichen Klientel passte. Sie war auffallend gekleidet, trug eine überdimensionale Sonnenbrille und einen langen, modischen Schal, obwohl es drinnen warm war. Ihr Name, so stellte sie sich vor, war „Frau König“.

„Guten Tag, Herr Müller. Ich suche etwas wirklich Einzigartiges“, sagte sie mit einer leicht überheblichen, aber sanften Stimme. „Mein Mann und ich feiern ein Jubiläum. Es soll ein Ring sein, der atmet – wissen Sie, was ich meine? Keine dieser Standard-Massenproduktionen.“

Herr Müller nickte höflich. Er zeigte ihr behutsam mehrere Stücke, erklärte die Fassungen, die Reinheit der Steine. Frau König aber schien nicht wirklich interessiert. Sie hielt die Stücke nur kurz, stellte flüchtige, fast zusammenhangslose Fragen und verbrachte mehr Zeit damit, mit ihrem Handy herumzuhantieren, während sie die Ringe vor sich auf der Samtunterlage liegen ließ. Sie inspizierte die Auslagen, bat darum, einfach mal alles zu sehen – von den teuersten Colliers bis zu den unauffälligsten Silberbroschen.

Nach fast einer Stunde, in der sie ein Dutzend Stücke in der Hand gehalten und ein Chaos auf dem Tresen hinterlassen hatte, seufzte Frau König theatralisch. „Ach, ich bin heute einfach nicht entscheidungsfreudig“, sagte sie, schob die Sonnenbrille hoch und ließ ihren Blick im Laden umherschweifen. „Ich komme in ein paar Tagen wieder. Wenn Sie diese Stücke bitte zur Seite legen könnten? Mein Mann muss es ja sehen.“

Herr Müller, routiniert, aber innerlich leicht irritiert von so viel Unentschlossenheit, versprach es. Er verpackte die gezeigten Stücke wieder, während Frau König den Laden mit einem knappen Nicken verließ.

Zwei Tage später, am Donnerstagmorgen, als Herr Müller seinen ersten Kaffee trank und sich auf einen neuen Tag vorbereitete, klingelte das Telefon – es war seine Enkelin, eine Studentin, die sich um die digitale Präsenz des Ladens kümmerte.

„Opa“, sagte sie mit besorgter Stimme, „du hast eine schlechte Google-Bewertung bekommen. Fünf Sterne runter auf zwei Komma neun.“

Herr Müller, der von der Welt der Sterne und Algorithmen wenig verstand, runzelte die Stirn. „Was ist eine schlechte Bewertung? Und wer gibt sie mir?“

„Eine ‚Frau K‘“, las die Enkelin vor. „Sie schreibt: ‚Völlig überteuert, die Beratung war ignorant und unprofessionell. Der Verkäufer hat mich die ganze Zeit beobachtet, als würde ich etwas stehlen. Sehr unangenehme, kalte Atmosphäre. Nicht zu empfehlen.‘

Herr Müller wurde blass. „Beobachtet? Unprofessionell? Das ist eine Lüge! Ich war die Höflichkeit in Person!“

Ihm fiel nur eine einzige Person ein, die sich so verhalten hatte, und die, die alles nur kurz in die Hand genommen und dann ohne Kauf gegangen war: Frau König. Es war nicht einmal eine Woche her.

Er verstand plötzlich. Das Chaos, die Unentschlossenheit, die flüchtigen Blicke auf das Handy, die lange Dauer des Besuchs, ohne wirklich etwas kaufen zu wollen – sie war keine Kundin. Sie war jemand, der gekommen war, um den Service und die Produkte zu taxieren, einen Vorwand für einen langen Aufenthalt zu schaffen, und dann mit einer vernichtenden, ungerechten Rache zu verschwinden, wahrscheinlich für einen Konkurrenten oder aus purer Bosheit. Es war ein Scheinkunde gewesen. Und dann kam ein Anruf, von einer Firma dia diese Bewertung für 90,00 Euro löschen könnten.

Im DB gibt es einen Schritt-für-Schritt-Plan, wie Sie am besten vorgehen können.

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