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Alrosa rutscht in Verlustzone
Diamantbericht...Alrosa rutschte im ersten Halbjahr 2026 in die roten Zahlen, da sich der anhaltende Abschwung auf dem Diamantenmarkt und die fortdauernden Sanktionen gegen russische Diamanten negativ auswirkten.
Das Bergbauunternehmen meldete kürzlich einen Verlust von 10,67 Milliarden Rubel (112,8 Millionen Euro) für die am 30. Juni endenden sechs Monate. Im Vergleich dazu hatte das Unternehmen im ersten Halbjahr 2025 noch einen Gewinn von 39,03 Milliarden Rubel (412,63 Millionen Euro) erzielt.
Der Umsatz sank in diesem Zeitraum im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 36 % auf 74,16 Milliarden Rubel (784 Millionen Euro). Das Unternehmen nannte keine konkreten Gründe für diesen Rückgang. Als Faktoren, die den russischen Diamantenmarkt beeinflussen, nannte das Unternehmen jedoch geopolitische und makroökonomische Unsicherheiten, Sanktionen, höhere Goldpreise, Veränderungen in der Nachfrage nach Schmuck sowie eine nachlassende Nachfrage nach Roh- und geschliffenen Diamanten.
Die USA und andere westliche Länder haben seit Beginn des Krieges in der Ukraine im Februar 2022 Sanktionen gegen Diamanten aus der Russischen Föderation verhängt. Russische Lieferungen gelangen weiterhin auf den Markt, doch Alrosa legt keine Aufschlüsselung der Verkäufe nach Bestimmungsorten mehr vor.
Die russische Regierung versucht, die Marktschwäche teilweise auszugleichen, indem sie eine Ausfuhrsteuer von 8 % auf unverarbeitete Rohdiamanten über 0,45 Karat erhebt, einschließlich Waren in Sondergrößen mit einem Gewicht von mehr als 10,8 Karat. Alrosa geht davon aus, dass diese Abgabe, die am 1. September in Kraft treten soll, sich mit 3,12 Milliarden Rubel (33 Millionen Euro) auf den Gewinn auswirken wird.
Das Unternehmen prognostiziert zudem eine Erholung der Nachfrage nach Diamantschmuck und geht davon aus, dass diese bis zum nächsten Jahr wieder das Niveau von 2022 erreichen wird. Gleichzeitig rechnet es mit einem jährlichen Anstieg der Diamantpreise um 2 %.

