Mond/58119 Hagen

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch, 29.12.2021, brachen unbekannte Täter bei Juwelier Mond/58119 Hagen an der Möllerstraße ein. Gegen 2.45 Uhr brachen sie das Rolltor vor dem Laden auf, schlugen das Glas der Ladentür ein und verschafften sich so Zugang zu dem Geschäft. Eine Anwohnerin hörte laute Geräusche und ein Klirren. Wie sie der Polizei mitteilte, konnte sie von ihrem Fenster aus eine Person von dem Geschäft aus weglaufen sehen. Die Frau rief die Polizei und sah noch einen VW Golf in Richtung der Sudetenstraße wegfahren. Ob die Täter in diesem Auto saßen, konnte sie nicht erkennen. Sie sagte den Beamten, dass sie vermutlich auch noch eine weitere männliche Person gehört habe.

Am Morgen danach blickt Kollege Seyfali Aydogdu auf die notdürftig zusammengeklebte Scheibe an der Eingangstür und schüttelt mit dem Kopf. Seit fünf Jahren betreibt er das Juwelier- und Uhrengeschäft an der Möllerstraße, einen Einbruch gab es bisher nicht.

„Man sagt, alle zehn Jahre wird ein Juwelier ausgeraubt – leider war es bei mir viel früher“, versucht er die Situation mit einer Spur Galgenhumor zu nehmen. Noch in der Nacht bekam Aydogdu einen Anruf der Anwohnerin.

„Sie sagte: komm schnell, dein Laden wurde aufgebrochen.“ Der Inhaber wohnt nicht weit entfernt und machte sich sofort auf den Weg. Als er an seinem Laden ankam, war die Polizei schon da. Die Beamten sahen sofort, dass die Glasscheibe des Juweliergeschäftes eingeschlagen war und leiteten sofort eine Fahndung nach den Tätern ein, bei der auch ein Diensthund eingesetzt wurde. Die Suche verlief ohne Erfolg.

Im Laden selbst erinnert am Tag danach bis auf die Schäden an der Ladentür nichts mehr an den Überfall. Die Täter haben die Vitrinen gezielt geöffnet und sich allein auf den Goldschmuck gestürzt. Wert der Beute: mindestens 25.000 Euro, sagt Aydogdu. Eine Liste aller gestohlenen Schmuckstücke fertigt er nun an. Versichert sei die Ware nicht und mit der Überwachungskamera gebe es technische Probleme, sie konnte also keine Aufnahmen des Überfalls liefern. „Es hätte sowieso nicht viel geholfen – die Nachbarin sagt, die Täter hätten schwarze Kapuzen-Pullover getragen“, so der Juwelier und Uhrmacher. „Das tut schon richtig weh, aber was soll ich machen?“ Immerhin: Seine berufliche Existenz gefährde der Schaden nicht.

Er hofft nun auf weitere Hinweise von Anwohnern und Nachbarn. Schließlich liegt das Juweliergeschäft Mond sehr zentral an der Möllerstraße, umgeben von mehreren Wohnhäusern. Auch Tankstellen in der Umgebung habe er bereits abtelefoniert, um eine Spur zu dem Fluchtwagen VW Golf zu bekommen – bisher ohne Erfolg.

Ein Hoffnungsschimmer für ihn sind die Blutspuren, die Beamte der Kriminalpolizei an der zerbrochenen Scheibe der Eingangstür entdeckt und gesichert haben. Wegen der Blutspuren an der Tür geht die Polizei davon aus, dass sich mindestens einer der Täter bei dem Überfall auf das Geschäft verletzt hat.

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