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Gold-Betrüger
Diamantbericht...Dass nicht alles Gold ist, was glänzt, musste ein Juwelier aus Ottakring zu Beginn des Jahres auf die harte Tour lernen. Er interessierte sich für ein verlockendes Angebot: den Ankauf von Feingold-Platten. Um den Verkauf über die Bühne zu bringen, lud der türkische Juwelier die beiden „Verkäufer“ am Vormittag des 13. Januar in seinen Laden in der Thaliastraße. Dass es sich um zwei mutmaßliche Betrüger handeln sollte, bemerkte der Preziosenhändler erst, als es schon viel zu spät war.
Der Verkauf lief dabei folgendermaßen ab: Die Männer zeigten dem interessierten Käufer in dem Juweliergeschäft eine Tasche mit zahlreichen Feingoldplatten. Auch ein Test auf die Echtheit des Goldes sei kein Problem, versicherten die beiden Männer. Sie könnten ein kleines Stück einer der Platten abschneiden, damit der Juwelier das Gold wiegen könne. Gesagt, getan: Doch anstatt das Stück tatsächlich herauszuschneiden, lenkte einer der beiden Männer den Juwelier ganz kurz ab. Bei dem vermeintlich abgeschnittenen Testplättchen handelte es sich jedoch nicht um eines der angebotenen Platten. Während das klitzekleine Teststück echt war, handelte es sich beim Rest des Goldes lediglich um wertlose und vergoldete Metallplatten. Wertlose Metallplatten, für die der Juwelier fast 10.000 Euro auf den Tisch legte. Seinen Fehler bemerkte er erst viel zu spät.
Nun sucht die Polizei nach den beiden – vermutlich aus Rumänien stammenden – Männer im Alter zwischen 40 und 55 Jahren. Ob es weitere Fälle des Goldbetruges gibt, ist vorerst unklar.
