Doch keine Baselworld

Diamantbericht... Die Baselworld wird im kommenden Frühjahr 2022 nicht stattfinden. Grund dafür ist, dass die Veranstalterin MCH Group der Meinung ist, dass sie "mehr Zeit" braucht, um herauszufinden, was Aussteller und Käufer wollen. Die Entscheidung sei nach einem Pop-up-Event in Genf und ausführlichen Gesprächen mit Herstellern und Händlern gefallen, teilte die MCH Group am 12. November 2021 mit. Zudem erschwere es die Covid-19-Situation und die daraus resultierende Verunsicherung der Kunden, etwas Neues zu lancieren. Baselworld hat seit der Pandemie nicht mehr in ihrer traditionellen Form stattgefunden, was sowohl auf die virusbedingten Absagen als auch auf die Verärgerung einiger wichtiger Aussteller zurückzuführen ist. Die MCH hatte die Uhren- und Schmuckmesse in HourUniverse umbenannt und einen Start im April 2021 angestrebt, doch auch dieser wurde wegen des Coronavirus verschoben. Das Unternehmen nahm daraufhin den alten Namen wieder auf und positionierte die Messe als mittelgroße Veranstaltung; es organisierte Ende August und Anfang September eine kleinere Veranstaltung mit dem Namen Geneva Watch Days und plante die Durchführung der vollständigen Baselworld-Messe vom 31. März bis 4. April 2022. "In den vergangenen Monaten haben wir das Ökosystem der Uhren-, Schmuck- und Edelsteinbranche eingehend untersucht und in Gesprächen mit wichtigen Branchenvertretern wichtige Erkenntnisse gewonnen. Die Schlussfolgerung ist, dass der Markt für eine Business-to-Business-to-Consumer-Plattform, die mittelständische und spezialisierte Hersteller mit unabhängigen Einzelhändlern zusammenbringt, vorhanden ist. Deren Bedürfnisse müssen aber noch genauer analysiert werden. Das bedeutet, dass wir deutlich mehr Zeit brauchen, um dorthin zu gelangen", so Beat Zwahlen, CEO der MCH. Die MCH wird in den kommenden Monaten eine Marktforschung durchführen, um zu entscheiden, was als nächstes zu tun ist, so die Erklärung weiter. Unterdessen hat Michel Loris-Melikoff, der Geschäftsführer der Baselworld, das Unternehmen verlassen, wie die MCH mitteilte. Der Geschäftsführer übernahm die Position 2018, zwei Monate bevor die Swatch Group die Messe verließ - eine Entscheidung, die weitere Rückzüge von wichtigen Ausstellern auslöste, die mit den Kosten und der in ihren Augen fehlenden Relevanz der Messe unzufrieden waren. "Loris-Melikoff hat die Leitung der Baselworld im Jahr 2018 unter schwierigen Bedingungen übernommen und sie 2019 zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht. In kurzer Zeit hat er es geschafft, sich Zugang zur Branche zu verschaffen und deren Respekt zu gewinnen. Er hat die notwendige Transformation und Neupositionierung der Baselworld initiiert und mitgestaltet. Die MCH Group bedauert seinen Entscheid", so die MCH.



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