Weniger Geld

Aus dem Einzelhandel werden schon die ersten Forderungen laut, die geschlossenen Geschäfte in den Städten wieder zu öffnen. Friedrich Merz wirbt  ebenfalls für Lockerungen. Auch er ahnt: Die Stimmung in der Wirtschaft könnte bald kippen. Das würde nicht nur die Virusbekämpfung erschweren, sondern auch den Wahlkampf der Union. Es ist kein Zufall, dass in der Union die Nervosität wegen der schleppenden Auszahlung der Corona Hilfen wachst. Mittelständler sind eine wichtige Wählergruppe von CDU und CSU, Steuerberater ebenso. Ausgerechnet sie machen nun ihrem Unmut Luft, weil immer neue Vorgaben die Anträge verkomplizieren. Das bringt vor allem CDU-Wirtschaftsminister Peter Altmaier in die Bredouille, zumal auch die SPD kräftig gegen ihn stänkert. Mit ihren großzügig angelegten Hilfsprogrammen hat die Bundesregierung erreicht, dass es aus der Wirtschaft bislang wenig Widerstand gegen die anhaltende Schließung von Teilen des Handels gibt. Doch nun dämmert manchem Unternehmer, dass viel weniger Geld fließt als erwartet.

 

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