Diamantbericht...Bei Thomas Hertel(58) Juwelier Hertel/42899 Remscheid weihnachtet es bereits. Zumindest optisch. Früher als in den Vorjahren hat der Lüttringhauser Juwelier begonnen, sein Geschäft festlich zu schmücken.
„Die Weihnachtsstimmung dürfte dieses Jahr nicht ganz so emotional werden“, vermutet Hertel angesichts der derzeitigen Krise. Um dem entgegenzuwirken, kommt die Weihnachtsdeko diesmal etwas früher zum Einsatz.
Viele Einzelhändler sorgen sich um die festliche Stimmung. Und um ihr Weihnachtsgeschäft. Das sei immer noch extrem wichtig für den Einzelhandel, bestätigt Thomas Hertel. „Ein wenig hat es sich in den letzten Jahren verlagert“, sagt er. Doch bis heute mache ein durchschnittlicher Juwelier im Dezember rund 25 Prozent seines Jahresumsatzes. In anderen Branchen, zum Beispiel Spielwaren, liegt der Anteil sogar noch höher. Schon in normalen Jahren ist die Bedeutung des Weihnachtsgeschäfts also enorm. In Zeiten von Corona ist es für manchen Händler fast schon eine Frage des Überlebens.
Dabei rechnet der Handelsverband Deutschland (HDE) mit guten Umsätzen bis zum Fest. Mehr als 100 Milliarden Euro, so schätzen die Experten, werden die Deutschen in den kommenden zwei Monaten ausgeben, 1,2 Prozent mehr als im Vorjahr. Doch profitieren wird davon vermutlich vor allem der Online-Handel.
„Die Leute haben Angst, dass wieder alles zumacht“, sagt Juwelier Thomas Hertel. Deswegen würden sich viele heute schon mit Geschenken eindecken. Doch gerade in kleineren Firmen gebe es nicht nur die Sorge vor einem neuerlichen Lockdown, sagt Hertel. Schon eine einzige Infektion könne das Geschäft stören. „Die Teams im Einzelhandel sind ja nicht so groß, wenn es einen von uns erwischt, müssen alle in Quarantäne.“ Entsprechend strikt halte man sich an die Hygienevorschriften.