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10 Schmuckvideos 2025
Sie decken die großen Themen des Jahres ab, darunter Zölle und die Verlobung von Taylor Swift, rücken aber auch zeitlose Schmuckthemen wie Liebe und Verbundenheit ins Rampenlicht. Selbst in schwierigen Zeiten gehen unserer Branche die frischen Ideen nicht aus.
10. Hing Wa Lee Jewelers: Werbespot
Es gibt nicht viel, was man über diesen kurzen, lustigen Werbespot für einen kalifornischen Juwelier sagen kann, ohne zu spoilern, außer: Er ist extrem gut umgesetzt – und ich hoffe, dass bei den Dreharbeiten niemand verletzt wurde.
9. Swatch: Tariff Watch (Zoll-Uhr)
Man kann wohl sagen, dass Swatch unglücklich über die drastischen Zölle war, die Präsident Trump Anfang des Jahres auf Schweizer Importe erhob. Und so brachte das Unternehmen einen „What If... Tariffs“-Zeitmesser auf den Markt, bei dem die Ziffern 3 und 9 vertauscht wurden – zu Ehren des (inzwischen reduzierten) Zollsatzes von 39 %. Dieses sofortige Sammlerstück war nur in der Schweiz erhältlich – wo es passenderweise zollfrei war.
8. Tanishq: Step Into a Magical Realm (Tritt ein in ein magisches Reich)
Die indische Marke Tanishq ist mittlerweile Stammgast in diesen Jahresrückblicken. Auch wenn ich einige ihrer emotionaleren Spots bevorzuge, kann ich mich über einen visuell so beeindruckenden Werbespot nicht beschweren. Er hat zudem 174 Millionen Aufrufe gesammelt – was für eine Schmuckwerbung wahrlich ein „magisches Reich“ ist.
7. Brew Watch Co.: Keine Benachrichtigungen. Nur die Zeit.
Dieses unterhaltsame Video eines Uhrmachers aus New York City nutzt geschickt den „Tech-Lash“ (die Gegenbewegung zur Überdigitalisierung). Ein Mann versucht, ständigen Benachrichtigungen zu entkommen, und findet schließlich inneren Frieden mit einer Uhr, die „nur“ die Zeit anzeigt.
6. Casio: „Zurück in die Zukunft“-Uhr
Die Popkultur ist in den 80ern angekommen. Und Casio hat beschlossen, eines der beständigsten kulturellen Artefakte dieses Jahrzehnts zu feiern: eine Back to the Future-Uhr, die an den Zeitschalter erinnert, den Doc Brown berühmt-berüchtigt in sein Armaturenbrett gebastelt hat. Der Zeitmesser in limitierter Auflage enthält ein Modell des entscheidenden Fluxkompensators auf der Rückseite und wird in einer Box geliefert, die wie eine Videokassette aussieht – im Grunde alles, was man für einen 80er-Jahre-Nostalgie-Kick braucht, abgesehen von einer Boombox, aus der Huey Lewis dröhnt.
5. Pandora: Holiday Magic Has Arrived (Der Zauber der Feiertage ist da)
Wir haben schon viel über „Self-Gifting“ (sich selbst beschenken) gehört; aber in diesem Werbespot scheint Pandora bereit zu sein, einen neuen Trend zu setzen: das Beschenken von Kindern („Kid-Gifting“). Ob sich das durchsetzt oder nicht – dies ist eine süße und berührende Anzeige, die durch die Verwendung des Beach-Boys-Titels „God Only Knows“ zusätzlich gewinnt. Das passt besonders gut in das Jahr, in dem dessen Komponist Brian Wilson verstorben ist.
4. Zales: It’s Actually for Me (Eigentlich ist es für mich)
Wann ist ein Geschenk kein Geschenk? Wenn der Schenkende das Teil eigentlich selbst behalten möchte. Eine neue Kampagne von Zales basiert auf einem witzigen „Pseudo-Vertrag“, der festlegt, dass der Schenkende das Schmuckstück zurückfordern kann, falls der Beschenkte bestimmte Pflichten nicht erfüllt. Zu den „Gründen für eine Pfändung“ gehören unter anderem: „das Versäumnis, das Stück bei den nächsten Gelegenheiten zu tragen, bei denen ich dich sehe“ und „wenn Sie ein Kompliment für das Stück erhalten, versäumen Sie es, mir dies innerhalb von 5-10 Sekunden anzurechnen“.
Ob diese „rechtlich-ähnliche“ Vereinbarung Streitigkeiten schlichtet oder erst auslöst? Ich bin mir nicht sicher. Lustig ist sie aber auf jeden Fall.
3. Fink’s Jewelers: Make You Dance (Bring dich zum Tanzen)
Dieser unterhaltsame und überraschend aufwendige Spot gewann einen regionalen Emmy für Fink’s, eine Juwelierkette aus Nashville. Er war hochverdient.
2. Jones Jewelry & Co.: Diamond Eye (Diamanten-Auge)
Dies ist eine Marketing-Geschichte, aber auch die Erzählung von jemandem, der aus einer wirklich schlimmen Situation etwas gemacht hat. Vor etwa vier Jahren verlor der Juwelier Slater Jones aus Houston sein rechtes Auge. In einem Interview mit JCK Anfang des Jahres sagte Jones, er habe über eine Prothese nachgedacht, als ein Freund zu ihm sagte: „Du hast ein Schmuckgeschäft, du hast einen Diamanten und du hast ein Prothesenauge. Zähl eins und eins zusammen.“ Das Ergebnis: Jones trägt nun einen 2-Karat-Diamanten in seiner rechten Augenhöhle. Der 24-Jährige ist sich zwar nicht sicher, ob es seinem Geschäft geholfen hat, aber es hat ihm jede Menge Aufmerksamkeit beschert – ebenso wie neugierige Blicke, wenn er durch die Stadt geht.

1. Kindred Lubeck: Ein Schlaglicht auf andere Juweliere
Schließlich eine Geschichte über eine Juwelierin, die auf etwas Gutes reagiert – nämlich auf die Chance, den Verlobungsring für eine der berühmtesten Personen der Welt zu entwerfen. Nachdem Kindred Lubeck von Artifex Fine Jewelry als Taylor Swifts Ringdesignerin bekannt wurde, gab sie einige Medieninterviews und startete eine Zusammenarbeit mit Sotheby’s. Doch Lubeck nutzte ihre plötzliche Berühmtheit auch dazu, mehrere andere unabhängige Designer ins Rampenlicht zu rücken – von denen einige ebenfalls über Nacht bekannt wurden.
Karen Dybis von JCK schrieb, dass diese Art von großzügiger Geste die Branche zu etwas Besonderem macht: „Was rund um die Verlobung von Taylor Swift passiert, ist wirklich ein einzigartiger Moment. Es geht nicht um einen Prominenten. Es geht darum, wofür Schmuck steht: einen Moment der Beziehung und Verbindung.“
Viele Leute haben ihre Meinung zu Swifts Ring abgegeben. Aber allein danach zu urteilen, wie Lubeck mit ihrem neu gewonnenen Ruhm umgegangen ist, scheint der Superstar genau die richtige Juwelierin gewählt zu haben.

