Turmalin-Imitat

Diamantbericht... Zwei Steine aus grünem Glas, die wertvolle Turmaline imitieren sollen, sind beim Gemological Institute of America (GIA) aufgetaucht. Es wurden offenbar innovative Techniken angewandt, um sie wie echte Edelsteine aussehen zu lassen. Die bläulich-grünen Steine mit einem Gewicht von 1,91 und 1,92 Karat ähnelten entweder Paraiba-Turmalinen mit Kupfereinschlüssen oder Smaragden mit Pyriteinschlüssen, so das GIA in einem aktuellen Fachartikel.

Der Brechungsindex von 1,50 deutete darauf hin, dass es sich bei den Steinen nicht um Turmalin handelte. Darüber hinaus zeigte die mikroskopische Untersuchung im GIA-Labor in Carlsbad/Kalifornien, das sie für seinen Identifizierungsservice erhalten hatte, dass sie aus zwei verschiedenen Arten von künstlichem Glas bestanden, die miteinander verschmolzen waren.

Weitere Tests zeigten das Vorhandensein von Kupfer, das die Hersteller als Plättchen hinzugefügt hatten, um echte Einschlüsse zu imitieren. Paraiba-Turmalin ist eine der teuersten Sorten des Edelsteins, bemerkten die leitenden Gemmologen Amy Cooper und Heidi Breitzmann und der Gemmologe Jamie Price in der Winterausgabe 2020 von Gems & Gemology, der vierteljährlich erscheinenden wissenschaftlichen Zeitschrift des GIA. "Die Polierlinien, die auf den Oberflächen beider Steine zu sehen sind, weisen eindeutig darauf hin, dass diese facettiert wurden, um einem natürlichen Rohstein zu ähneln. Der trigonale Umriss und die längliche Form legen nahe, dass das Ziel war, Turmalin zu imitieren, der ein ähnliches Aussehen hat.

Die Kupfereinschlüsse und die neonblaugrüne Farbe deuten außerdem darauf hin, dass der Hersteller den Paraiba-Turmalin imitieren wollte", erklärten sie. Zufälligerweise kam, während das Labor die Stücke untersuchte, auch ein natürlicher brasilianischer Turmalin für den Identifikations- und Herkunftsservice des GIA herein. Der Stein wies dieselben Kupfereinschlüsse auf, die die Fälschungen zu imitieren versucht hatten, wie Cooper, Breitzmann und Price betonten. "Es ist ungewöhnlich, künstliches Glas zu sehen, das geschliffen wurde, um einen natürlichen Rohkristall mit für das Auge sichtbaren Einschlüssen zu imitieren. "Diese Stücke waren aus gemmologischer Sicht sicherlich interessant, um die Vielfalt der kreativen Wege zu demonstrieren, auf denen Imitationen von Edelsteinen hergestellt werden", schreibt GIA.

 

Kommentieren Sie!

 

Wir nutzen Cookies auf unserer Website. Einige von ihnen sind essenziell für den Betrieb der Seite, während andere uns helfen, diese Website und die Nutzererfahrung zu verbessern (Tracking Cookies). Sie können selbst entscheiden, ob Sie die Cookies zulassen möchten. Bitte beachten Sie, dass bei einer Ablehnung womöglich nicht mehr alle Funktionalitäten der Seite zur Verfügung stehen.