- Kategorie: Farbedelsteine
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Herzförmige Perlen
Diamantbericht...Das Gemological Institute of America (GIA) hat kürzlich eine Partie natürlicher Salzwasserperlen untersucht, von denen vier eine deutliche Herzform und eine ungewöhnliche rote Röntgenfluoreszenz aufwiesen.
Die weißen bis hellcremefarbenen Barockperlen wogen 34,30, 52,75, 75,86 und 98,53 Karat und hatten im Labor des GIA in Mumbai eine Größe von etwa 22 mal 27 Millimetern. Sie wirkten zerbrechlich und abgenutzt und waren laut einem Artikel in der Winterausgabe der vierteljährlich erscheinenden Fachzeitschrift „Gems & Gemology” des Instituts etwas schwerer als Perlen ähnlicher Größe.
Bei der ersten Untersuchung schienen die Perlen Risse und Rillen auf der Oberfläche zu haben. Bei der Untersuchung unter höherer Vergrößerung zeigten die Perlen Bereiche, die mit Muschelstücken versiegelt waren, die mit einem gelblich-braunen Harzkleber verbunden waren. Die Röntgenanalyse deckte große Hohlräume auf, die mit Fremdstoffen gefüllt waren. Die Bilder zeigten rechteckige und tabularförmige Füllstofffragmente unterschiedlicher Größe sowie geschnittene Muschelstücke, die die Öffnung der Perlen versiegelten.
Die Röntgenfluoreszenz zeigte bei allen vier Perlen eine rote Emission unterschiedlicher Intensität. Obwohl die meisten Salzwasserperlen in der Regel inert sind, könnte diese atypische rote Reaktion auf ein unbekanntes Material im Inneren der Perlen zurückzuführen sein.
Die Perlen wurden durch Hohlraumfüllung, Verstopfen und Oberflächenglättung haltbarer gemacht. Trotzdem bestätigten ihre Form, ihr Aussehen und ihre innere Struktur, dass es sich um natürliche Perlen handelte. Obwohl die einzigartigen Formen und bestimmte Veränderungen Zweifel daran aufkommen lassen, ob es sich um ganze oder Blisterperlen handelt, sind sie laut GIA aufgrund ihrer herzförmigen Form und ihrer roten Fluoreszenz „besonders bemerkenswert“.

