Bargeld muss bleiben

Der Durchbruch, von dem die als Bank der Zentralbanken geltende Bank für Internationalen Zahlungsausgleich und die Schweizerische Nationalbank nach ihren ersten Tests berichten, bezieht sich auf die Wertpapierabwicklung unter Banken. Hier werden täglich große Geldmengen bewegt. Digitale Technologien versprechen Effizienzgewinne. Doch gleichzeitig weisen beide Institutionen übertriebene Hoffnungen zurück. Ähnlich tritt die Europäische Zentralbank, die sich immer intensiver mit einem digitalen Euro beschäftigt, auf die Bremse. Immerhin haben die Notenbanken ein Zwischenziel erreicht: Der Internetkonzern Facebook musste seine Pläne für das digitale Geld Libra deutlich zurückschrauben. Aber auch die Zentralbanken müssen aufpassen, dass sie die bestehende Finanzarchitektur und die angestammte Rolle der Geschäftsbanken durch digitales Geld nicht gefährden. Auch digitales Geld wird Vertrauenssache sein. Und das setzt-voraus, dass den Bürgern nicht das Bargeld genommen wird.

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