Embargo?

Diamantbericht...Auf Alrosa entfällt etwa ein Drittel des weltweiten Rohdiamantenangebots, und die Branche geriet in Aufruhr, als Schleifereien nach Möglichkeiten suchten, weiterhin von Russland zu kaufen. Der plötzliche Mangel an Steinen ließ die Preise für Diamanten in die Höhe schnellen, insbesondere für die kleineren und billigeren Edelsteine, auf die sich Alrosa spezialisiert. Nach monatelangem Stillstand aufgrund der US-Sanktionen verkauft Alrosa nun wieder Diamanten im Wert von über 250 Millionen US-Dollar (255 Millionen Euro) pro Monat. Damit liegen die Umsätze derzeit nur etwa 50 bis 100 Millionen US-Dollar (51 bis 102 Millionen Euro) pro Monat unter dem Vorkriegsniveau, wie Informanten berichten. Die Verkäufe sind wieder angelaufen, da einige indische Banken sich mit der Abwicklung von Transaktionen in anderen Währungen als dem US-Dollar angefreundet hätten. Die meisten russischen Steine gehen an Diamantschleifereien in Indien, meist im Tausch gegen Rupien. Es gibt keine Hinweise darauf, dass bei den Verkäufen gegen Sanktionen oder Gesetze verstoßen wurde. Die Geschäfte werden diskret abgewickelt und Alrosa hat die Veröffentlichung von Informationen über seine Verkäufe oder finanziellen Ergebnisse eingestellt. Die US-Juweliere Tiffany & Co. und Signet Jewelers haben zwar erklärt, dass sie keine neuen in Russland geförderten Diamanten mehr kaufen werden, aber indische und belgische Diamanthändler sind jedoch nach wie vor sehr daran interessiert, russische Diamanten zu kaufen. Alrosa wird faktisch vom Staat kontrolliert: 33 Prozent gehören der Russischen Föderation, weitere 25 Prozent sind im Besitz lokaler Körperschaften.

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