- Kategorie: Robert Brachfeld
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Muttertag
Diamantbericht...Die Umfrage der National Retail Federation (NRF) verdeutlicht einen tiefgreifenden psychologischen Wandel im Konsumverhalten: In wirtschaftlich volatilen Zeiten fungiert der Muttertag als emotionaler Ankerpunkt, an dem die Ausgaben für Schmuck – mit einer Rekordsumme von 7,5 Milliarden Dollar – alle anderen Kategorien übertreffen. Dies liegt vor allem daran, dass Schmuck als wertbeständiges Investment wahrgenommen wird, das im Gegensatz zu Elektronik oder Blumen nicht an Wert verliert. Ein zentrales Ergebnis der Umfrage ist zudem die Erweiterung der Zielgruppe: Da signifikante Anteile der Ausgaben auf Ehefrauen, Töchter und Stiefmütter entfallen, hat sich der Feiertag von einer reinen Mutter-Kind-Tradition zu einem umfassenden Fest der familiären Wertschätzung entwickelt. Was in der Praxis möglich ist, lässt sich hervorragend an einem „Generationen-Marketing“ zeigen. Ein Juwelier könnte beispielsweise ein Set-Konzept anbieten, bei dem ein klassisches Collier für die Mutter durch passende, dezentere Armbänder für die Tochter oder Enkelin ergänzt wird. Dies bedient direkt den in der Umfrage genannten Wunsch nach „bleibenden Erinnerungen“ und sorgt dafür, dass Kunden mehr als nur ein Einzelstück erwerben.
Ein weiteres konkretes Beispiel ist das Angebot von „Personalisierten Familien-Anhängern“: Hierbei werden die Geburtssteine aller Kinder in ein Schmuckstück integriert. Da die NRF-Daten zeigen, dass Konsumenten nach Einzigartigkeit suchen, verwandelt ein solches Angebot ein anonymes Produkt in eine individuelle Familiengeschichte, was die Preisbereitschaft massiv erhöht. Zudem könnten Juweliere das in der Umfrage identifizierte hohe Budget nutzen.

