Es ging blitzschnell. Drei Maskierte stürmten mit einer Axt bewaffnet gegen 19 Uhr am 14.08.2014 das Exchange Pfandleihhaus/10117 Berlin. Das Trio zerschlug die Glasvitrinen, raubte Schmuck und Uhren aus den Auslagen und flüchtete anschließend mit dem schwarzen Fluchtwagen. Verletzt wurde nach ersten Erkenntnissen niemand. Die Pfandleihe in der Friedrichstraße wurde bereits zum dritten Mal überfallen.
Drei maskierte Männer haben am 09.08.2014 versucht, Juwelier Lepping/47051 Duisburg zu überfallen. Die Täter fuhren mit einem schwarzen VW Golf vor das Geschäft, stiegen aus und versuchten, die verschlossene Eingangstür aufzubrechen. Als dies nicht gelang, flüchteten die Täter mit dem Wagen.
Schwer bewaffnete SEK-Männer stürmten am 25.06.2014 ein Mehrfamilienhaus in Gelsenkirchen. Hier sollten sich drei gefährliche Juwelen-Räuber versteckt haben. Drei Stunden zuvor hatten sie mit Maschinenpistolen Ugur Kuyumcu/45879 Gelsenkirchen in der Fußgängerzone ausgeraubt. Offenbar fuhren sie mit dem Auto direkt vor den Laden. Einer bedrohte Passanten mit einer Maschinenpistole, die anderen zwei rannten in den Laden. Die Gangster konnten vorerst mit Beute im Wert von fast 100 000 Euro fliehen. Am Abend, kurz vor 21 Uhr, wurden jedoch drei Tatverdächtige festgenommen.
Als Monika Brinkmann(60) am 05.08.2014 kurz vor 10.30 Uhr drei Männer in das Juweliergeschäft Plettenberg/33602 Bielefeld kommen sieht, hat die erfahrene Angestellte gleich ein schlechtes Gefühl. Sie sprechen nur gebrochen Englisch, fragen unwirsch nach Uhren und Diamanten - und alle drei tragen trotz des bewölkten Himmels große, schwarze Sonnenbrillen. "Ich habe gleich gedacht: Die gefallen mir gar nicht". Das Bauchgefühl der Kollegin trog nicht: Einer der Männer greift wenig später sogar ihren Chef Cornelius Hecht mit einem Elektroschocker an.
Monika Brinkmann hatte den Juwelier voller düsterer Vorahnung zu dem Verkaufsgespräch dazu gebeten. Auch dieser reagiert nicht sofort auf die Wünsche der Fremden, so dass einer der Männer die Elektroimpulswaffe zückt und direkt an den Hals von Cornelius Hecht hält. Doch die zwei elektrischen Schläge, den der Täter dem Juwelier nacheinander verpasst, setzen ihn nicht außer Gefecht: "Beim ersten Mal bin ich zu Boden gegangen", berichtet Hecht später, "dann bin ich gleich wieder hochgekommen und er hat mir das Gerät nochmals an den Hals gehalten." Seine Mitarbeiterin sagte noch am selben Abend: "Das Knattern dieses Gerätes habe ich immer noch im Ohr."
Auch der zweite Angriff bleibt aus Sicht der Täter erfolglos. Im Gegenteil: Der Geschäftsinhaber reagiert nun intuitiv und brüllt die großen, trainierten Männer an: "Ich habe „Raus hier“ oder „Haut ab“ gerufen. Ich weiß es nicht mehr genau." Zwar brüllte der Angreifer zurück, doch das Räubertrio ergriff angesichts des offenbar gründlich misslingenden Überfalls nun die Flucht. Eine Kundin wird dabei umgerissen und wird leicht verletzt. Einer der Täter, der vermutlich einen präparierten Handschuh (eventuell mit Quarzsand gefüllt) trug, drehte sich aber noch mal um und zerschlug mit diesem Handschuh eine Glasvitrine, aus der er hochwertige Ringe und Perlen im Verkaufswert von maximal 45.000 Euro ergriff. Eine bereitgehaltene Tasche ließen die Täter zurück. Sie flüchteten zu Fuß in Richtung Alter Markt und verschwanden dann unerkannt in Richtung Welle. Eine sofort eingeleitete Fahndung der Polizei blieb bis zum Abend erfolglos.
Für einen Blitzüberfall auf Juwelier Thurzo/A-1070 Wien auf der Mariahilfer Straße am 04.08.2014 haben die zwei Räuber nur eine Minute gebraucht, berichtete die Polizei. Mit einem Hammer hat einer der Täter eine Vitrine eingeschlagen und Schmuckstücke an sich gerafft. Die beiden Männer sind flüchtig.