Überfälle

  • Kategorie: Überfälle
  • Aufrufe: 855

Bubi-Räuber gefasst

Sie haben drei Juweliergeschäfte ausgeraubt, es bei acht weiteren erfolglos versucht, haben allein bei Wempe/Köln Uhren für etwa 300 000 Euro zusammengerafft (DB berichtete) – und wurden in einem Kaufhaus in Wiesbaden beim Fanta klauen erwischt. Den hessischen Streifenbeamten fiel sofort auf, dass die beiden 18 und 19 Jahre alten Männer zur Fahndung ausgeschrieben waren: Laut Polizei sind sie Mitglieder einer mindestens achtköpfigen litauischen Profibande, die seit Februar in Deutschland, Luxemburg und Frankreich aktiv war. Nach dem Überfall auf Wempe am 20. September hatte die Kölner Polizei federführend die Ermittlungen übernommen. Weitere Tatorte lagen in Aschaffenburg, Heilbronn, Düsseldorf, Dortmund, Karlsruhe, Berlin, Luxemburg und Paris. Ihre Ermittlungsgruppe nannten die Fahnder „EG Bubi“, wegen des jugendlichen Aussehens der Täter. „Das war allerdings eine fälschliche Bezeichnung“, räumt jetzt die Polizei ein. Denn die jungen Täter seien gefährlich, zielgerichtet und gewaltbereit vorgegangen. In Aschaffenburg waren zwei weitere Verdächtige bereits im März verhaftet worden. In Berlin nahm die Polizei schließlich die vier übrigen mutmaßlichen Bandenmitglieder fest – offenbar kurz bevor sie einen weiteren Coup ausführen konnten. Spätestens nach dem Überfall auf Wempe in Köln ahnte die Polizei, dass sie es nicht mit ortsansässigen Tätern zu tun hat, sondern mit reisenden, die heute hier und morgen da zuschlagen. „Sie waren bei dem Überfall vollkommen unmaskiert“, berichtet die stellvertretende Kripo-Chefin Heidemarie Wiehler. Überwachungskameras filmten jeden ihrer Schritte. Eine ganze Stunde lang hielt sich der 19-Jährige an jenem Septembernachmittag in dem Juweliergeschäft im Schatten des Doms auf, seelenruhig erkundigte er sich nach Uhren, ließ sich von den Angestellten mehrere kostbare Stücke zeigen – und telefonierte irgendwann seinen Komplizen herbei. Kurz darauf stürmte der 18-Jährige mit einer Pistole ins Geschäft, beide entkamen mit Uhren. Auf ihrer Flucht warfen sie Teile ihrer Kleidung weg. Dass es der Polizei ein leichtes sein würde, DNA daran zu sichern, war den Männern offenbar gleichgültig. Laut Polizei standen die „Bubis“ in der straff gegliederten Bandenhierarchie auf der untersten Stufe. Sie übernachteten in billigen Hotels, manchmal in Jugendherbergen, und reisten mit Bus und Bahn zu den Tatorten. Eine Stufe höher rangierten die Logistiker der Gruppe. Sie besorgten die Unterkünfte, nahmen nach den erfolgreichen Taten vermutlich auch die Beute in Empfang und brachten sie außer Landes. Von den geraubten Schmuckstücken fehlt noch jede Spur. Kopf der Bande war den Ermittlungen zufolge ein 41-jähriger Mann. Er soll mit Autos unterwegs gewesen sein und die Tatorte ausgewählt haben. Während die Festnahmen nach dem Ladendiebstahl in Wiesbaden noch zufällig gelangen, sei es der Polizei danach gelungen, „vor die Lage“ zu kommen, sagte Polizeipräsident Wolfgang Albers. Das heißt: Die vier Verdächtigen in Berlin waren bereits im Visier der Fahnder, als sie ihren nächsten Tatort ausbaldowerten. Ein Spezialeinsatzkommando stürmte ihr Hotelzimmer. Wie genau ihnen die Ermittler auf die Fährte kamen, verriet die Polizei nicht. Nur so viel: „Eine entscheidende Rolle spielte die Öffentlichkeitsfahndung mit den Fotos“, sagte Albers. Ob der Bande noch weitere, bislang unbekannte Mitglieder angehören, ist unklar. Hauptkommissar Faber ist aber überzeugt, zumindest „eine eigenständige, in sich geschlossene Zelle“ zerschlagen zu haben. 

  • Kategorie: Überfälle
  • Aufrufe: 866

Morawetz GmbH/A-4470 Enns

Juwelier Morawetz GmbH/A-4470 Enns ist am 04.12.2013 überfallen worden. Zu dem Überfall kam es kurz vor 9.30 Uhr. Die Täter, die bewaffnet waren – einer mit Gaspistole, die beiden anderen mit Pfefferspray – bedrohten sofort die insgesamt acht anwesenden Personen (sieben Angestellte, eine Kundin) und fesselten sie. Danach nahmen die Räuber eine unbekannte Menge Schmuck an sich und flüchteten zu Fuß. 

  • Kategorie: Überfälle
  • Aufrufe: 807

Hermsen/40213 Düsseldorf

Tatort: Schmuckatelier Hermsen/40213 Düsseldorf. Im Geschäft sind eine Mitarbeiterin und der Inhaber. Zunächst kommt das Pärchen hinein, geht wieder heraus. Kurz darauf kommen die beiden wieder. Sie bedrohen die Opfer mit einer kleinen schwarzen Pistole, lassen sich Schmuck im Wert von mehreren tausend Euro, darunter teure Ohrringe, aushändigen. Bevor sie flüchten, sprüht die Täterin dem Kollegen Reizgas ins Gesicht. Die Polizei ist blitzschnell vor Ort, riegelt für eine Stunde den Bereich südlich des Carlsplatzes fast vollständig ab. Dennoch, so ein Sprecher am Abend, „gibt es zunächst kein Ergebnis. Die Täter sind wie vom Erdboden verschluckt.“ Der mit Reizgas besprühte Kollege versichert rund 90 Minuten nach dem Überfall: „Ja, es geht mir gut.“

  • Kategorie: Überfälle
  • Aufrufe: 878

Ahmed Aslan (68)/73728 Esslingen

„Überfall!“ brüllten die Räuber – und dachten, sie könnten fette Beute machen. Von wegen! Jetzt sitzt einer im Knast, die anderen beiden sind ohne Beute auf der Flucht. Dank dem Einsatz des mutigen Kollegen Ahmed Aslan (68)/73728 Esslingen. Er hat den Räuber gefangen, die Polizei gerufen und auch noch ein Foto gemacht.

Es passierte morgens, kurz nach 9 Uhr. Der Kollege hatte gerade sein Schmuckgeschäft in Esslingen geöffnet. Er schildert: „Ich räumte die Schaufenster ein, legte Goldketten und Armbänder aus.“ Da stürmten zwei mit Schals vermummte Typen in seinen Laden. Sie gingen mit dem Messer auf den Kaufmann los. Doch mit so einem coolen Opfer hatten sie nicht gerechnet. Ahmed (verheiratet, 3 Kinder) sagte nur: „Moment mal, wenn Sie meinen Laden betreten, brauchen Sie keinen Mundschutz!“ Und riss dem Messermann den Schal vom Gesicht. Dann ging alles ganz schnell. Auch der zweite Gangster ging mit einem Messer auf Ahmed los. Es kam zum Gerangel. Der Juwelier schrie. Er berichtet: „Da bekamen sie Angst, hauten ab. Ich bin hinterher.“ Vor der Eingangstür konnte er einen der beiden am Schal packen. Er drückte ihn auf den Boden. Ahmed: „Da kam mein Nachbar aus dem 1-Euro-Laden. Er drückte den Alarmknopf am Tresen. Dann hielt er den Typen am Boden fest. Ich knebelte ihn mit seinem Schal.“ Nach 10 Minuten kam die Polizei. Die Beamten fesselten den Räuber – und Ahmed fotografierte alles. Der Täter sitzt jetzt in Haft. Sein Komplize ist auf der Flucht.

  • Kategorie: Überfälle
  • Aufrufe: 899

Herbert Schullin/A-1010 Wien

Herbert Schullin/A-1010 Wien ist am 26.11.2013 von zwei Männern überfallen worden. Die bewaffneten Räuber kamen gegen 12.30 Uhr in das Geschäft. Sie konnten mit der Beute flüchten. Bei dem Überfall wurde niemand verletzt.

ankauf3