Überfälle

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Chopard/80539 München

Eine Gruppe junger Männer marschiert am 12. Februar um 11 Uhr zielstrebig über die Münchner Maximilianstraße, einer mit einer Axt in der Hand, ein anderer zückt einen Vorschlaghammer aus einer Art Köcher. Und dann können Passanten einen der spektakulärsten Überfälle auf einen Juwelier beobachten, den Deutschland in den letzten Jahren erlebt hat. Doch die mutmaßlichen Mitglieder der weltweit gefürchteten Pink-Panther-Bande haben nicht mit der Zivilcourage von zwei Männern gerechnet. Viele sahen, was am helllichten Tag in der Münchner City passierte und beobachteten fassungslos die brachiale Gewalt, mit der die fünf jungen Täter vorgingen bei einem Überfall auf Chopard/80539 München. „Es dauerte nur 60 bis 90 Sekunden, bis die Täter alles zusammengeschlagen hatten und das Juweliergeschäft wieder verlassen haben“, berichtet uns Jonas Latein(48), der zufällig an dem Tatort vorbeikam. Der Versicherungsfachmann war auf dem Weg zu einem Kunden, als ihn die fünf jugendlich aussehenden Täter fasst geschnitten hatten. Sie schlugen die verschlossene Tür ein, ebenso wie zahlreiche Vitrinen, sammelten schnell hochwertige Uhren und Schmuck ein, verstauten die Beute in Rucksäcken und waren wieder draußen. „Ich habe das Alles geduckt hinter einem Auto beobachtet und sofort die Polizei angerufen, die sagte mir dann, wundern Sie sich nicht, wenn Sie jetzt viele Stimmen hören, denn wir schalten sie sofort auf den Polizeifunk, damit Sie den Beamten alles sagen können, was Sie sehen“. erzählte uns Jonas Latein.

Jonas und ein Security-Mann folgten den nicht gerade im Eilschritt sich davonmachenden Tätern bis diese sich trennten. „Der Türsteher folgte drei Tätern, ich den anderen zwei, die Richtung dem Mandarin Oriental-Hotel abgebogen sind“.Latein hielt die Polizei auf dem Laufenden, mit Sicherheitsabstand, aber völlig unbeirrt.

Das Ergebnis: Innerhalb einer Stunde wurden dem engagierten Zeugen drei Täter präsentiert, die er kopfnickend als Teil der Bande identifizieren konnte, anhand der sportlichen Outfits mit Turnschuhen, Jeans und Kapuzenpullis, teils sogar an den Gesichtern. „Hat man da keine Angst, den Tätern zu folgen?“, wollte DB wissen. „Bei sowas funktioniert man wie eine Maschine. Der Körper ist voller Adrenalin und man denkt nicht dran ob es gefährlich sein könnte“, sagt Jonas Latein. Er wisse zwar nicht, ob er auch ein zweites Mal so agieren würde, doch, letztlich weil die beiden couragierten Männer so handelten wie sie handelten, war die Fahndung ein unglaublich großer und schneller Erfolg.

Braucht das Land mehr Mut? Mehr Einmischung und Courage? Wie das Münchner Beispiel zeigt, vielleicht ja. Man muss ja nicht unbedingt den Tätern so lange folgen wie Jonas und der Security-Mann. Aber im Handyzeitalter kann jeder der solch eine oder eine ganz andere Straftat – Stichwort: U-Bahn-Prügelleien – beobachtet, zum Telefon greifen, sich damit gegen diese Gewalt aussprechen und vielleicht die eine oder andere Straftat verhindern. Zumindest, wie in diesem Falle, dafür sorgen, dass die Polizei die Täter dingfest machen kann. Und damit letztlich die Welt ein klein wenig sicherer machen. Dies ist auch im Sinne der Opfer und Geschädigten. Für DB ist Jonas Latein jedenfalls definitiv ein Held des Alltags.

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Studio La Viva/51465 Bergisch-Gladbach

„Rund eine Stunde vor dem Überfall kam ein gut gekleideter Mann ins Geschäft und ließ sich von meiner Angestellten Trauringe zeigen“, sagt Karin Stieber, Studio La Viva/51465 Bergisch-Gladbach.  Unter dem Vorwand, seine Freundin anrufen zu müssen, habe der Mann den Laden verlassen. Dann sei er mit einer Pistole zurückgekehrt. Stieber: „Sofort band er die Hände meiner Angestellten mit Kabelbinder zusammen. Mit einem Handtuch formte er einen Knebel und steckte ihn ihr in den Mund.“ Mit der Waffe zwang der Täter sein Opfer, den Schlüssel für den Tresor aus der Kasse zu holen. Dann schloss er den Geldschrank auf, sperrte die Verkäuferin in die Toilette und flüchtete. 

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Palm/35578 Wetzlar

Vier maskierte Männer haben am 07.02.2014 das Juweliergeschäft Palm/35578 Wetzlar überfallen. Das Quartett kam um 10.30 Uhr mit Äxten bewaffnet und schlug auf die Uhren-Vitrinen ein. Die anderen zwei bedrohten die vier Angestellten mit einer Waffe und versprühten Pfefferspray. Nach nur zwei Minuten flüchteten sie mit der Beute. 

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Harald Dankworth/39112 Magdeburg

Ein 15-jähriger Magdeburger hat gemeinsam mit einem 19-Jährigen am 15.01.2014 Juwelier Harald Dankworth(64)/39112 Magdeburg überfallen. Bei ihrer Flucht versteckten sich die beiden mutmaßlichen Räuber auf dem Gelände einer nahegelegenen Schule. Die Festnahme erfolgte nur etwa eine Stunde nach dem Überfall. Der Kollege hatte selbst den Raub vereitelt und die beiden in die Flucht schlagen können. 

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Chopard/CH-8001 Zürich

Zwei Räuber haben am helllichten Tag Juwelier Chopard/CH-8001 Zürich überfallen. Die beiden mit einer Schusswaffe bewaffneten Männer seien am 04.02.2014 in den Laden gestürmt und hätten sich Uhren, Ringe und Ohrringe gegriffen, teilte die Polizei mit. Einer der Männer habe einen Motorradhelm getragen. Anschließend seien sie auf einem Motorrad mit einer Beute im Wert von "deutlich über 100.000 Franken" (82.000 Euro) entkommen.

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