Am 13.11.2013 hat Johannes Tombrink/48653 Coesfeld 45 Minuten vor Ladenschluss zwei maskierte Räuber in die Flucht geschlagen. Der Kollege befand sich gerade auf der gegenüberliegenden Seite seines Geschäfts, als sie kamen. „Zufällig war ich draußen – ich habe mir etwas an der Beleuchtung angesehen“, berichtet er. Dann sah er die beiden Männer, die um 17.44 Uhr in sein Geschäft gingen – mit schwarzen Masken über den Köpfen. Nur für die Augen waren Schlitze. Tombrink folgte den Männern kurzerhand, die offenbar seinen Laden überfallen wollten, und sprach sie von hinten an. Es kam zu einer Rangelei, Tombrink wurde zu Boden gestoßen und leicht verletzt. „Für die Täter war das alles wohl sehr überraschend“, schätzt er. Und Zeit hatten sie verloren – denn so ein Überfall muss schnell gehen, und mittlerweile war die Polizei benachrichtigt. Nur zwei Minuten hätten die Beamten benötigt, bis sie vor Ort gewesen seien, sagt Tombrink. „Blitzschnell waren die da.“ Trotzdem gelang den Tätern noch die Flucht – aber ohne Beute.
Am 04.11.2013 wurde Juwelier Thurzo/A-1100 Wien von einem bislang unbekannten Täter überfallen. Der Mann, dem die Flucht mit Beute gelang, war mit einem Messer bewaffnet. Der Überfall ereignete sich gegen 15.00 Uhr. Beute: ein geringer Bargeldbetrag und eine Armbanduhr.
Am 12.10.2013 ist ein bewaffneter Überfall auf Juwelier Feichtinger/A-5020 Salzburg verübt worden. Verletzt wurde niemand. Die Räuber bedrohten die beiden Angestellten und zwei Kunden mit einer Faustfeuerwaffe und flüchteten mit Schmuck in unbekannter Höhe.
Der Räuber-Bubi von der Kö. Am 05.10.2013 stürmte er mit einem Komplizen das Geschäft von Uhren Blome/40212 Düsseldorf, bedrohte die Angestellten mit einer Waffe. Der Mittäter wollte mit einem Nothammer die Vitrinen einschlagen. Sie scheiterten und flüchteten (DB berichtete).
Am Freitag, 11.10.2013 kurz nach 17 Uhr, „Blome“-Geschäftsführer Patrick Mönnig traut seinen Augen nicht. Der Bubi mit der Pistole steht schon wieder vor der Tür. Mönnig: „Erschreckend, wie dreist der ist. Er war schon wieder unmaskiert, schaute hier ganz ungeniert herein. Wir haben ihn sofort wiedererkannt.“ Zum Glück war die Tür zu. Sofort rufen sie die Polizei. Die rückt an und fährt kurz darauf mit zwei Blaulicht-Fahrzeugen über die Königsallee. Der Bubi-Räuber, der jetzt schon zweimal bei „Blome“ aufkreuzte, ist trotz seines jugendlichen Aussehens ein abgebrühter Straftäter. Mit einem Komplizen hatte er am 20. September in Köln den Juwelier „Wempe“ überfallen (DB berichtete).
Mit einem mutigen Einsatz hat der Juwelier Tobias Mardorf/78054 Villingen-Schwenningen einen Raubüberfall auf sein Schmuckgeschäft vereitelt und den Tatverdächtigen nach einer rasanten Verfolgungsjagd durch die Innenstadt gestellt. Am 05.10.2013 um 10.30 Uhr erlebten die Angestellten des Schmuckgeschäfts den Schreck ihres Lebens: Ein großer schlanker Mann betrat mit einer Pistole bewaffnet den Laden. Der Tatverdächtige war mit einer sogenannten Sturmhaube maskiert und hatte seinen schwarzen Kapuzenpulli darüber hinaus tief ins Gesicht gezogen.
„Wir waren gerade hinten in der Werkstatt“, erzählt Tobias Mardorf. Er wusste sofort, was los war und stellte sich vor seine Verkäuferinnen. Unerschrocken fragte der Geschäftsmann den Unbekannten, was er eigentlich hier wolle und hörte nur: „Geld“. Eine der Angestellten will auch noch gehört haben, dass der Räuber „Hände hoch“ gesagt habe. Tobias Mardorf ließ sich überhaupt nicht einschüchtern und behielt die Nerven. „Das ist doch gar keine echte Pistole“, sagte er und der junge Mann mit der Maske wurde langsam unruhig, begann plötzlich auch zu zittern. Als eine der Verkäuferinnen meldete, sie habe eben die Polizei angerufen, wurde es dem 17-Jährigen zu heiß. Er flüchtete und rannte aus dem Laden.
Blitzschnell nahm Mardorf die Verfolgung auf. Tobias Mardorf bekam langsam Mühe, dem sportlichen jungen Mann an den Fersen zu bleiben. Da erkannte ihn ein guter Kunde, der mit seinem Auto gerade unterwegs war. Der Mann stoppte und beteiligte sich ebenfalls an der Jagd. Auf einem Parkplatz konnte der Kunde mit Unterstützung eines weiteren Passanten und dem Kollegen den Flüchtenden schließlich schnappen und überwältigen. Unterdessen hatten Imbisskunden mit ihren Handys bereits die Polizei über den genauen Standort informiert. Mehrere Streifenwagen, die schon beim Juweliergeschäft waren, eilten zum Parkplatz, wo Mardorf und die beiden Helfer den verhinderten Räuber festhielten.
„Die Beamten waren sofort bei uns“, lobte der Kollege den raschen Einsatz der Polizei. Die Pistole war wirklich nur eine Schreckschusswaffe. Tobias Mardorf ist froh, dass alles so glimpflich ausging. Trotz der unglaublichen Aufregung sei es ein großes Glück, dass keiner seiner Verkäuferinnen etwas passiert sei. Was ihn richtig ärgert: Durch den Vorfall hat er am Samstagvormittag die Hochzeit einer guten Bekannten verpasst. Die gab das Jawort während er in Schwenningen auf Verbrecherjagd war.