Das Ende für die Baselworld

Jetzt sorgte eine Medienmitteilung für Klarheit: Rolex, ihre Schwestermarke Tudor, Patek Philippe, Chopard und Chanel sagen ihre Teilnahme an der Baselworld im Januar 2021 ab. Im Gegenzug planen sie, Anfang April des kommenden Jahres zusammen mit der Uhrenmesse Watches and Wonders (vormals SIHH) im Genfer Palexpo eine Konkurrenzveranstaltung durchzuführen. Diese Entscheidung ist ein herber Schlag für die weltweit grösste Uhren- und Schmuckmesse in Basel, die im Besitz der MCH Group steht. Man nehme die Absage "mit grosser Überraschung und ebenso grossem Bedauern zur Kenntnis", wie MCH Group auf Anfrage von FuW mitteilt. Die Visionen der Baselworld seien stets gemeinsam erörtert worden, die Resonanz darauf sei positiv gewesen. Die MCH Group schliesse daraus, dass die Abwanderungspläne nach Genf seit längerer Zeit vorbereitet worden seien.
Anders tönt es von Seiten der abtrünnigen Uhrenhersteller. Baselworld habe zahlreiche einseitige Entscheidungen getroffen, ohne die wichtigsten Uhrenmarken zu konsultieren. "Dies hat dazu geführt, dass wir uns zum Rückzug entschieden haben", liess sich Rolex-CEO Jean-Frédéric Dufour in der Mitteilung zitieren. Ein wesentlicher Punkt war, dass auch die Aussteller einen Teil der Kosten für die entfallene Austragung dieses Jahr hätten tragen sollen. Die Uhren- und Schmuckmesse hätte von Ende April bis Anfang Mai stattfinden sollen, wurde aber wegen der Coronaviruspandemie abgesagt und auf Ende Januar 2021 verschoben.
Bislang galten die beiden grössten unabhängigen Uhrenhersteller Rolex und Patek Philippe als letzte grosse Stütze der Veranstaltung, nachdem Swatch Group mit seinen Marken wie Omega, Breguet und Harry Winston bereits für die Baselworld 2019 abgesprungen war. Vergangenes Jahr zog sich auch Breitling zurück.

 

 

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