Alles andere als clever haben sich die unbekannten Täter angestellt, die in der Nacht zum 24.05.2017 gegen 3 Uhr in die Goldschmiede Auel/55232 Alzey einbrechen wollten. Denn die Reifen des Radladers, mit dem sie mit voller Wucht rückwärts in die mit einem Rollgitter geschützte Tür des Ladens gefahren sind, verkanteten sich im Eingangsbereich und verstopften so den Einstieg. Also machten sich die Täter ohne Beute wieder aus dem Staub, bevor die Polizei am Tatort eintraf.
Mit Hilfe eines gestohlenen Baggers raubten unbekannte Diebe in der Nacht auf Dienstag, 23.05.2017, das Juweliergeschäft Brigitte Scheinecker/A-4060 Leonding aus. Sie drückten mit der Baggerschaufel die Scheibe ein, stahlen Schmuck und flüchteten. „Es hat ausgeschaut wie auf einem Schlachtfeld“, sagt die Kollegin nach dem Einbruch. „Der Anblick war filmreif.“ Die Diebe dürften gezielt vorgegangen sein: Bereits gegen 23.30 Uhr dürften sie einen Bagger aus einer etwa zwei Kilometer entfernten Baustelle gestohlen haben. Damit fuhren sie zu dem Juweliergeschäft und drückten mit der Baggerschaufel die Auslagenscheibe ein. „Sie dürften gezielt die Auslage mit dem Weißgold-Brillantschmuck ausgewählt haben“, sagt sie. Danach stahlen sie Schmuck in noch unbekannter Höhe und flüchteten mit einem PKW. „Alles muss sehr schnell gegangen sein“, sagt die Juwelierin. Um 4.22 Uhr gab es den Alarm, um 4.25 Uhr war eine Polizeistreife, die zuvor in der Nähe war, da. Da waren die Täter schon weg. Eine Nachbarin soll wegen des Lärms munter geworden sein und die Täter beobachtet haben. „Jetzt müssen wir erst einmal schauen, wie hoch der Schaden ist“, sagt Scheinecker. Der Bagger sei abgesperrt im Baustellenbereich gestanden, sagt Vorarbeiter Josef Steirl. Dort führt die Firma Hitthaler Grabungen für Stromkabel durch. „Die Täter dürften einen Schlüssel gehabt haben“, sagt Steirl. Bei Baggern sind die Zündschlüssel für jedes Modell gleich, individuelle Schlüssel wie etwa bei Pkws gebe es nicht. „Der Fahrer muss ein Profi gewesen sein“, sagt er. „So einen Bagger zu fahren, ist nicht einfach. Da muss man sich auskennen.“
Am frühen Montagmorgen, 22.05.2017, sind unbekannte Diebe in das Juweliergeschäft Adamas/40212 Düsseldorf eingestiegen und mit Schmuck im Wert von mehreren Hunderttausend Euro entkommen. Die Täter waren in der Nacht in ein leer stehendes Ladenlokal direkt neben dem Juwelier eingebrochen und hatten von dort ein Loch in die Wand geschlagen, die an das Schmuckgeschäft grenzt. Durch das Loch stiegen sie in das Juweliergeschäft ein, räumten die Schaufenster und Teile der Auslage leer. Das eingebaute Alarmsystem schlug gegen 6 Uhr an, doch als ein Security-Dienst am Tatort ankam, war von den Dieben nichts mehr zu sehen. „Ich schätze den Gesamtschaden auf rund 400 000 bis 500 000 Euro“, erklärte Kollege Nubar Asigigan.
Werner Stumm(70), Juwelier Andrae/41334 Nettetal, ist geschockt: "Ich weiß nicht mehr weiter", sagt er nach dem erneuten Einbruchsversuch in der Nacht von Samstag auf Sonntag, 21.05.2017. Innerhalb von nur sieben Monaten nahmen ihn Einbrecher drei Mal ins Visier: "Am 1. Oktober gab es einen Diebstahl, am 1. April flog ein Gullydeckel in die Scheiben", schildert Stumm. Drei Fensterscheiben aus Panzerglas seien dabei zerstört worden, erst am Donnerstag wurden sie ersetzt. Und jetzt kamen die Diebe erneut: Mit einem Hammer haben Unbekannte auf die Scheibe eingedroschen. Doch das Panzerglas hielt stand. Werner Stumm hofft, dass die Täter gefunden werden können: "Ich setze eine dreistellige Belohnung dafür aus", kündigt er an.
Für Kai Limburg, Oeding-Erdel/49074 Osnabrück, war die Nacht kurz: Um 2.39 Uhr am 17.05.2017 wurde er von seinem Handy geweckt. Seine Alarmanlage machte ihn darauf aufmerksam, dass gerade in sein Geschäft eingebrochen wird. Doch eigentlich ist es zwecklos es dort überhaupt zu versuchen. Zwei maskierte Männer versuchten mit einem großen Hammer, die Scheibe einzuschlagen Dabei wurden die Täter von einem Passanten beobachtet, der die Polizei alarmierte. Als der Alarm ausgelöst wurde, flüchteten die Männer mit einer großen Tasche und dem Tatwerkzeug. Kai Limburg appelliert an potenzielle Nachahmungstäter, dass es keinen Sinn mache, bei ihm oder anderen gleichwertigen Juweliergeschäften einzubrechen. Der Grund liege in der Sicherung der Schaufensterscheibe und der Eingangstür: Die Fensterscheibe ist durch eine vielschichtige Glasschicht geschützt. Beim ersten Schlag auf die Scheibe zerbricht die äußere Schicht. Dadurch werden Alarmfühler im Fensterrahmen zerbrochen, die wiederum einen Alarm bei der Polizei auslösen. „Dann haben die Täter noch etwa 200 Sekunden, bis die Beamten eintreffen“, sagt er. Doch auch weiteres Einschlagen auf die Scheibe hätte keinen Erfolg, denn um die weiteren Schichten Glas zu durchdringen, müsste sehr viel Kraft aufgebracht werden – und das sei in der kurzen Zeit, bis die Polizei erscheint, nicht möglich.