- Kategorie: Überfälle
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Bielert/31535 Neustadt
Schon zum dritten Mal in diesem Jahr ist das Juweliergeschäft Bielert/31535 Neustadt in der Marktstraße überfallen worden. Zwei der drei Täter entkamen ohne Beute, ein dritter wurde von Passanten aufgehalten und von der Polizei festgenommen. Gegen 11 Uhr am 19.06.2017 betraten die drei Männer - ihre Gesichter waren mit Sonnenbrillen und Basecap notdürftig verdeckt - das Geschäft. Sie bedrohten eine 17-jährige Kundin mit einer Schusswaffe, sahen aber, so sagt die Polizei, wenig später die Aussichtslosigkeit ihres Unterfangens ein und flohen. Eine Mitarbeiterin und Zeugen, die von dieser auf den Überfall aufmerksam gemacht worden waren, nahmen die Verfolgung auf. Ihnen gelang es, den 37-Jährigen, etwa 150 Meter vom Tatort entfernt, zu überwältigen und bis zum Eintreffen der Polizei festzuhalten. Das Juweliergeschäft mit fast 120-jähriger Tradition war erst im vergangenen Herbst vollständig umgebaut und modernisiert sowie mit neuester Sicherheitstechnik ausgestattet worden. Trotzdem ist der Überfall schon der dritte in diesem Jahr. Im Januar war ein Überfall ebenfalls gescheitert, ein Täter festgenommen worden; im April entkamen zwei Männer mit Uhren. Inhaberin Karin Bielert-Boppert zeigte sich gefasst: "Die Arbeit macht uns trotz allem Spaß", es gebe in erster Linie schöne Erfahrungen mit Kunden, mit Interessenten. Gute Erfahrungen habe sie einmal mehr auch mit den Neustädtern gemacht: "Das war ein ganz großes Zeichen in Sachen Zivilcourage". Passanten, aber auch Mitarbeiter angrenzender Unternehmen wie Apotheke und Gaststätte wären sofort vor Ort gewesen; hätten geholfen, den Täter festzuhalten.
Dieser Überfall ging richtig schief! Ein rund 1.90 Meter großer Mann überfiel am 15.06.2017 um 8.40 Uhr als Security verkleidet den Juwelier Gübelin/CH-6006 Luzern. Doch der Mann betrat nicht etwa die schwer gesicherte Boutique am Schwanenplatz, sondern einen Raum um die Ecke an der Wagenbachgasse. Dort befindet sich das Tourismusbüro von Gübelin, wo sich jeweils Touristenführer melden. Dort gibt es nur wenig Bargeld, aber keinen Schmuck. „Es gibt keinen direkten Durchgang zur Boutique“, sagt Gübelin-Sprecherin Anne Gorgerat Kall. Im Tourismusbüro sagte der Räuber auf Englisch, dass dies ein Überfall sei und er Geld wolle. Er merkte aber selber, dass nichts zu holen ist. Laut Gübelin-Sprecherin Gorgerat Kall habe der Möchtegern-Räuber gar noch versucht, die Alarmanlage zu entschärfen. Doch dabei ging sie los. Dem Räuber blieb nichts anderes als die Flucht.
Der versuchter Überfall auf ein Juweliergeschäft in Pisa hat ein blutiges Ende genommen: Der italienische Kollege erschoss einen der Banditen. Daniele Ferretti(69)/Italien ist in seiner Zeit als Juwelier bereits mehrfach ausgeraubt worden, zuletzt im vergangenen Jahr. Bei einem Einbruch im Jahr 1999 wurde er sogar niedergestochen. Als also am 13.06.2017 gegen 20 Uhr mehrere bewaffnete Männer sein Juweliergeschäft betraten, war er vorbereitet: Als sie seine Frau mit einer Waffe bedrohten, zog Ferretti seinerseits eine Waffe und richtete sie auf die Einbrecher, berichtet die italienische Nachrichtenagentur Ansa. Er beschwor sie, das Geschäft unverrichteter Dinge zu verlassen. Als einer der Übeltäter in Folge einen Schuss in Richtung Ehefrau abfeuerte, reagierte Ferretti blitzschnell und erschoss einen der Banditen. Er blieb leblos im Eingang des Geschäfts liegen. Zeugen berichteten von 3 bis 4 Schüssen, außerdem erklärten sie, mindestens zwei Komplizen hätten anschließend die Flucht ergriffen. Die Ermittler haben mittlerweile auf einem Parkplatz nahe dem Juweliergeschäft das Auto der Einbrecher gefunden: Ein grauer Fiat Panda mit Kennzeichen aus Asti, der als gestohlen gemeldet worden war. Das Fahrzeug wird nun auf Spuren untersucht. Der Chef der Lega Nord, Matteo Salvini, hat dem Juwelier großes Lob ausgesprochen: „Ein Juwelier hat beim zigsten Überfall einen der Diebe erschossen. Sprechen wir Daniele unsere Solidarität aus - das hat er gut gemacht“, so Salvini.
Drei noch Unbekannte haben am 13.06.2017 das Uhren- und Schmuckgeschäft Matthias Kunze/14641 Elstal (Havelland) überfallen. Die Täter zerstörten einige Vitrinen und raubten vor allem Schmuck und Uhren im Wert von etwa 60 000 Euro. Verletzt wurde bei der Straftat niemand. Überwachungskameras zeichneten den Überfall auf. „Der Schock sitzt tief, aber das Leben geht weiter und wir machen weiter“, sagte der Uhrmachermeister. Die sofort eingeleitete Großfahndung der Polizei inklusive Hubschrauber blieb bislang erfolglos.