Am 20.07.2017 wurde Monika Wild, S.M. Wild/A-4020 Linz von vier Tätern überfallen. Ein bewaffneter Räuber schrie auf Englisch: "lay down, lay down". "Das war eine Profitruppe", ist man sich bei der Linzer Polizei sicher. Aufgrund der Art und Weise, wie die vier Täter mitten in der wichtigsten Linzer Einkaufsstraße den Raubüberfall durchgezogen haben, geht die Polizei davon aus, dass eine international agierenden Bande am Werk war. Bei der Beute handelte es sich um Uhren der Marke Rolex.
Am 14.07.2017 um 11.45 Uhr kam ein Mann ins Wetscher's Schmuck-Stüberl/A-6263 Fügen, nahm eine Waffe in die Hand, ging direkt auf die Kollegin Elisabeth Zeller(52) zu und schlug ihr mehrfach mit der Faust auf den Kopf. Dann raffte er Schmuck zusammen. Die Kollegin erlitt eine Platzwunde am Kopf und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Nur paar Tage später wurde der Täter und ein Komplize jedoch festgenommen.
Gisela Heller(73)/02708 Löbau bekommt heute noch zittrige Knie, wenn sie an den 06.07.2017 zurückdenkt. Seit 25 Jahren betreiben sie und ihr Mann Heinz-Peter das Schmuckgeschäft. Gegen 15 Uhr betritt ein Kunde zum ersten Mal das Geschäft, um sich beraten zu lassen. 15.30 Uhr kommt er noch einmal wieder. Gisela Heller ist arglos. Sie öffnet die Vitrine und stellt den Kettenständer, für den sich der vermeintliche Kunde interessiert, auf den Verkaufstresen. „Ich habe das Display aber nicht losgelassen, sondern noch mit einer Hand festgehalten“, sagt sie. Daran hängen fünf Ketten, 50 Zentimeter lang und aus 333er Gold gefertigt. 2 100 Euro ist die Ware wert. Dann geht alles blitzschnell. Der Unbekannte entreißt ihr den gesamten Ständer mit den Goldketten und rennt davon.
Schon zum dritten Mal in diesem Jahr ist das Juweliergeschäft Bielert/31535 Neustadt in der Marktstraße überfallen worden. Zwei der drei Täter entkamen ohne Beute, ein dritter wurde von Passanten aufgehalten und von der Polizei festgenommen. Gegen 11 Uhr am 19.06.2017 betraten die drei Männer - ihre Gesichter waren mit Sonnenbrillen und Basecap notdürftig verdeckt - das Geschäft. Sie bedrohten eine 17-jährige Kundin mit einer Schusswaffe, sahen aber, so sagt die Polizei, wenig später die Aussichtslosigkeit ihres Unterfangens ein und flohen. Eine Mitarbeiterin und Zeugen, die von dieser auf den Überfall aufmerksam gemacht worden waren, nahmen die Verfolgung auf. Ihnen gelang es, den 37-Jährigen, etwa 150 Meter vom Tatort entfernt, zu überwältigen und bis zum Eintreffen der Polizei festzuhalten. Das Juweliergeschäft mit fast 120-jähriger Tradition war erst im vergangenen Herbst vollständig umgebaut und modernisiert sowie mit neuester Sicherheitstechnik ausgestattet worden. Trotzdem ist der Überfall schon der dritte in diesem Jahr. Im Januar war ein Überfall ebenfalls gescheitert, ein Täter festgenommen worden; im April entkamen zwei Männer mit Uhren. Inhaberin Karin Bielert-Boppert zeigte sich gefasst: "Die Arbeit macht uns trotz allem Spaß", es gebe in erster Linie schöne Erfahrungen mit Kunden, mit Interessenten. Gute Erfahrungen habe sie einmal mehr auch mit den Neustädtern gemacht: "Das war ein ganz großes Zeichen in Sachen Zivilcourage". Passanten, aber auch Mitarbeiter angrenzender Unternehmen wie Apotheke und Gaststätte wären sofort vor Ort gewesen; hätten geholfen, den Täter festzuhalten.
Dieser Überfall ging richtig schief! Ein rund 1.90 Meter großer Mann überfiel am 15.06.2017 um 8.40 Uhr als Security verkleidet den Juwelier Gübelin/CH-6006 Luzern. Doch der Mann betrat nicht etwa die schwer gesicherte Boutique am Schwanenplatz, sondern einen Raum um die Ecke an der Wagenbachgasse. Dort befindet sich das Tourismusbüro von Gübelin, wo sich jeweils Touristenführer melden. Dort gibt es nur wenig Bargeld, aber keinen Schmuck. „Es gibt keinen direkten Durchgang zur Boutique“, sagt Gübelin-Sprecherin Anne Gorgerat Kall. Im Tourismusbüro sagte der Räuber auf Englisch, dass dies ein Überfall sei und er Geld wolle. Er merkte aber selber, dass nichts zu holen ist. Laut Gübelin-Sprecherin Gorgerat Kall habe der Möchtegern-Räuber gar noch versucht, die Alarmanlage zu entschärfen. Doch dabei ging sie los. Dem Räuber blieb nichts anderes als die Flucht.