- Kategorie: Farbedelsteine
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Paraíba-Turmaline
Diamantbericht...Das Schweizer Gemmologische Institut (SSEF) hat zuverlässige Branchenberichte über die Entdeckung einer neuen kupferhaltigen Turmalinlagerstätte in Äthiopien erhalten. Diese Entdeckung erfolgte, während das SSEF derzeit mehrere Edelsteine untersucht, deren Herkunft bei den laufenden analytischen Tests noch unklar ist, wie das Institut erklärte. Äthiopien zeichnet sich jedoch als mögliche Herkunftsquelle ab.
Erste Analysen zeigten erhebliche Ähnlichkeiten zwischen den neuen kupferhaltigen Turmalinen und Steinen aus anderen Fundorten, insbesondere aus Brasilien, was die Rückverfolgbarkeit der Herkunft erschwert und weitere Forschungen zur Verfeinerung der Identifizierungsmethoden erforderlich macht.
Bislang waren die bekannten Fundorte dieser begehrten Edelsteine, die auch als Paraíba-Turmaline bekannt sind, begrenzt. Der Edelstein, der erstmals von Heitor Barbosa in der Nähe von São José da Batalha im brasilianischen Bundesstaat Paraíba entdeckt wurde, erlangte aufgrund seiner leuchtend blauen bis blaugrünen Farbtöne, die oft als „neonfarben“ oder „elektrisch“ beschrieben werden, schnell weltweite Aufmerksamkeit. Diese charakteristischen Farben sind in erster Linie auf das Kupfer in der Kristallstruktur des Turmalins zurückzuführen, fügte das SSEF hinzu.
Die Fördermengen aus den Lagerstätten in Paraíba und dem benachbarten brasilianischen Bundesstaat Rio Grande do Norte waren relativ gering. Doch Anfang der 2000er Jahre entdeckte der Edelsteinhandel weitere Fundstellen in Nigeria und Mosambik. Mosambik hat sich zu einem wichtigen Lieferanten von kupferhaltigen Turmalinen in Edelsteinqualität entwickelt, wobei die Steine dort in weitaus größeren Mengen und zeitweise in Größen von bis zu mehreren hundert Karat gefördert werden.

