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Turmalin aus Äthiopien
Diamantbericht...Das Gemological Institute of America (GIA) und das Gübelin Gem Lab in der Schweiz haben beide bestätigt, dass Äthiopien die Herkunft eines neuen kupferhaltigen Turmalins ist. Unabhängige Untersuchungen der Labore sowie etablierte Referenzen und Analysedaten hätten die Herkunft des Edelsteins und seine Einstufung als Paraíba-Turmalin bestätigt, teilten sie mit.
Berichte über kupferhaltigen Turmalin aus Äthiopien tauchten Anfang 2026 im Edelsteinhandel auf, nachdem in der Fachpresse und in Beiträgen in den sozialen Medien erste Beobachtungen zu Material aus der neuen Lagerstätte veröffentlicht worden waren.
Anfang Mai entdeckte das Gübelin Gem Lab das neue Material, das Ähnlichkeiten mit einem Paraíba-Turmalin aufwies; jedoch unterschied es sich aufgrund seiner ungewöhnlichen chemischen Zusammensetzung von den vorhandenen Daten zu Edelsteinen aus Brasilien, Mosambik und Nigeria. Die Schweizer Einrichtung stellte für ihre Untersuchungen rund 300 Roh- und geschliffene Steine zusammen. Im Juli untersuchte GIA eine Sendung mit mehr als 100 Roh- und facettierten Steinen.
„Das Auffälligste an dem äthiopischen Material ist, dass die einzelnen Proben trotz erheblicher, komplexer chemischer Unterschiede eine bemerkenswert eindeutige und einheitliche Zusammensetzung aufweisen“, sagte Peter Tollan, Leiter der Forschungs- und Entwicklungsabteilung am Gübelin Gem Lab. „Das bedeutet, dass sich die äthiopischen Proben leicht von Paraíba-Turmalinen aller anderen Herkunftsorte unterscheiden lassen.“
Die Farben des äthiopischen Turmalins reichen von Blau und Blaugrün bis hin zu Violett, Purpur und – bei einigen Rohsteinen – Farblos. Viele Steine weisen eine deutliche Farbzonierung auf, die mit Schwankungen in der Zusammensetzung zusammenhängt. Da die Proben aus den Lagerstätten noch neu sind, werden die Labore ihre Sammlungen weiter ausbauen und die Eigenschaften des äthiopischen Materials untersuchen, sobald weitere Proben zur Verfügung stehen.

