- Kategorie: Trickdiebstahl
- Aufrufe: 2248
Rip-Deal
Am 10.02.2014 meldeten Schmuckhändler der Stadtpolizei Zürich, dass sie beim Diamantenverkauf betrogen worden seien. Sie erklärten, dass sie vor einiger Zeit telefonisch mit Interessenten aus Italien in Kontakt getreten seien. Der Verkauf sollte in Zürich abgewickelt werden. Wie abgemacht, erschienen zwei Käufer im Geschäft. Das Finanzielle sollte dann im Konferenzraum eines Zürcher Hotels geregelt werden. Dort wurden die Diamantenverkäufer hinters Licht geführt. Die Betrüger nahmen den vereinbarten Geldbetrag von mehreren hunderttausend Franken aus der Schublade einer großen Holzkommode. Nachdem die Schmuckhändler Vollständigkeit und Echtheit überprüft hatten, legten die vermeintlichen Käufer das Geld wieder zurück ins Holzmöbel. Dort wurde es dann auf mysteriöse Weise zu wertlosem Papier. Denn im Möbel hatte sich ein Komplize versteckt, der heimlich das Geld mit wertlosem Papier ersetzte.
Kurz darauf packten die Betrüger das «Geld» vor den Augen der Schmuckhändler in einen Koffer. Gemeinsam lief man zurück ins Geschäft. Die Diamantenhändler überreichten die Steine, die Betrüger den Geldkoffer. Nachdem die Betrüger verschwunden waren, merkten die Verkäufer, dass bloß wertloses Papier im Koffer war.
Der Polizei ist die Masche bekannt:
Diese raffinierte Methode ist als «Rip-Deal» bekannt. Opfer seien meist Schmuck- und Uhrenhändler, heißt es in einer Mitteilung der Stadtpolizei Zürich. Wenn sie den Schwindel bemerken, seien die Betrüger meist über alle Berge. Erst letzten November stoppte die Grenzwache in Genf solche Betrüger samt Möbel.

