Nach einem bewaffneten Raubüberfall auf Juwelier Gold Funke/40212 Düsseldorf löste die Polizei Großfahndung aus. Der Täter flüchtete ohne Beute.
Der Mann mit den weißen Handschuhen kam am helllichten Tag am 19.05.11, wählte seinen Tatort im Herzen der City: in der belebten Einkaufsmeile Schadowstraße. Unbeeindruckt von den U-Bahn-Bauarbeiten ging er Richtung Haus Nr. 60 und drang in das Juweliergeschäft ein. Der mit einem weißen Tuch Maskierte zog eine Waffe, lud sie durch, gab einen Warnschuss ab und richtete sie auf den 47-jährigen Juwelier.
Warum der bewaffnete Räuber plötzlich wieder kehrt machte und ohne Beute über die Bleich- und Goltsteinstraße in den Hofgarten flüchtete, blieb zunächst unklar. Schon nach dem ersten Notruf in der Leitstelle des Polizeipräsidiums löste der Disponent Großalarm aus. Sämtliche verfügbaren Streifenwagen sowie die Einsatzfahrzeuge der Zivilfahnder rasten Richtung Schadowstraße. Das Präsidium sprach später von einem Großaufgebot. Polizisten postierten sich auch auf den Ausfallstraßen, um dem Räuber mit einer Ringfahndung den Fluchtweg abzuschneiden. Selbst aus der Luft kam Unterstützung. Ein Polizeihubschrauber kreiste fast eine Stunde über der Innenstadt.
Es nützte nichts. Der Mann verschwand wie vom Erdboden. Bei der Waffe handelte es sich wohl um eine Gaspistole. Verletzte gab es nicht. Nur eine Zeugin musste mit einem Schock ins Krankenhaus.
Heinrich Weiss (73)/10717 Berlin-Wilmersdorf ist am Abend des 16.05.2011 in seinem Geschäft überfallen und leicht verletzt worden. Zwei Unbekannte hätten das Geschäft in der Holsteinischen Straße betreten und einen Einkauf vorgetäuscht, teilte die Polizei am Dienstag mit. Als der Juwelier eine Schmuckvitrine öffnete, warfen die ihn die Räuber plötzlich zu Boden und raubten Schmuck von unbekanntem Wert aus der Vitrine. Sie flüchteten unerkannt mit einem Auto, in dem ein Komplize gewartet hatte. Der Kollege erlitt Schürfwunden.
Am 20.04.2011 hat ein maskierter Mann kurz vor 16 Uhr die Goldschmiede Staudt/55606 Kirn überfallen und dabei Schmuck im Wert von mehreren Tausend Euro erbeutet. Der Mann betrat die Goldschmiede um sich von der Inhaberin mehrere Trauringe der Verkaufsware zeigen zu lassen. Die Inhaberin befand sich zu diesem Zeitpunkt allein in dem Geschäft.
Als die Frau dem mit einer schwarzen Jeanshose, schwarzen Jacke und einem roten T-Shirt bekleideten Mann Mitte 20, der dazu eine schwarze Perücke trug, verschiedene Artikel aus der Auslage vorgelegte, äußerte der Täter plötzlich, dass dies ein Überfall sei. Um seine Drohung zu unterstreichen, zeigte der Täter der Inhaberin eine Pistole, die er im Hosenbund trug und die durch sein T-Shirt anfangs verdeckt war. Dazu gab er vor der Inhaberin an, dass ein weiterer Täter vor dem Geschäft warten würde. Diese Angabe ist nach den Zeugenaussagen so nicht belegbar, berichtet Achim Reimann, Leiter der Kirner Polizeiinspektion. Die Schrecksituation nutzend, ergriff der Mann über ein Dutzend Ringe und steckte sie in eine mitgeführte rotfarbene Plastiktüte eines Einkaufsmarktes. Die Inhaberin des Schmuckgeschäfts wurde bei der Tat glücklicherweise nicht verletzt.
Am 14. März 2011 gegen 10.00 Uhr wurde Juwelier Brinkforth/45772 Marl Opfer eines Überfalls. Jetzt fahndet die Polizei mit Fotos aus der Überwachungskamera nach den Tätern. Die veröffentlichten Bilder zeigen den Mann, der sich in dem Geschäft zunächst als Kunde ausgegeben hatte.
Der unbekannte Täter ließ sich zunächst diverse Schmuckgegenstände zeigen. Kurze Zeit später betraten zwei weitere Männer das Ladenlokal. Mit einer Schusswaffe bedrohte das Trio die Angestellten. Die Täter schlugen die Vitrinen ein und raubten Schmuck und Uhren, darunter hochwertige Markenuhren von Rolex, Cartier, Breitling, Chopard, Omega und Rado. Anschließend flüchteten die Räuber mit einem Pkw. Im weiteren Verlauf raubten sie nacheinander 3 weitere Fahrzeuge und setzten die Flucht jeweils mit dem neuen Pkw fort. Einer der überfallenen Autofahrer erlitt leichte Verletzungen (Schnittverletzungen durch Glassplitter), die im Krankenhaus ambulant behandelt werden mussten. Das letzte Fluchtfahrzeug ließen die Täter in Recklinghausen auf einem Parkplatz zurück. Am Fahrzeug stellten Polizeibeamte eine Tüte mit Schmuck sicher. Eine Überprüfung ergab, dass es sich hierbei um Teile der Beute des Überfalls handelt.
In der Nähe fanden Beamte zudem offensichtlich von den Tätern zurückgelassene Tatkleidung. Im Rahmen der Fahndung setzte die Polizei unter anderem auch einen Hubschrauber und SE-Kräfte ein. Angeforderte Man-Trailer Hunde nahmen in Recklinghausen eine Geruchsspur auf und folgten dem weiteren Fluchtweg der Täter, den diese zu Fuß zurück legten. Die Fahndungsmaßnahmen verliefen bisher ohne Erfolg.
Das Uhren- und Schmuckgeschäft Hannibal/CH-8200 Schaffhausen in der Schwertstrasse 6 wurde am 9. März 2011 gegen 9.20 Uhr von vier bewaffneten Räubern überfallen. Zur Tatzeit befanden sich vier Mitarbeiter in dem Geschäft, aber keine Kunden. Mit einer Pistole bewaffnet betrat der erste Täter das Geschäft und bedrohte die Angestellten. Seine drei Komplizen folgten. Die vier Gangster sprachen Hochdeutsch mit ausländischem Akzent.
Die bisher unbekannten Täter beginnen sofort gewaltsam die Schaufenster und Vitrinen auszuräumen und erbeuten mehrere hundert Uhren und Schmuckstücke. Zahlreiche Einrichtungsgegenstände gehen bei dem Überfall zu Bruch. Innerhalb von nur 90 Sekunden rauben die Männer Uhren und Schmuck im Wert von zwei Millionen Schweizer Franken. Die vier Angestellten bleiben glücklicherweise unverletzt.
Nach ihrem Raub flüchten die Männer gemäß der Polizei Schaffhausen mit einem Auto in Richtung Obertorkreisel und dann in unbekannte Richtung. Die Polizei geht davon aus, dass es sich bei dem Fluchtfahrzeug um einen schwarzen Porsche Cayenne mit dem gestohlenen St. Galler Kennzeichen SG 340997 handelt. Trotz der sofort eingeleiteten Großfahndung gelang den Tätern die Flucht.
Offensichtlich war der Überfall von langer Hand vorbereitet. Erst am Tattag eröffnete eine Sonderausstellung der Uhrenmanufakturen Cartier und Jaeger-LeCoultre, bei der die Neuheiten des SIHH 2011 gezeigt werden sollten. Inwieweit diese Uhren erbeutet wurden ist derzeit noch nicht bekannt Außerdem waren eine große Anzahl an IWC Uhren vorrätig, die den Tätern ebenso wie z.B. Uhren der von Juwelier Hannibal vertretenen Marken Chopard, Hublot und OMEGA in die Hände gefallen sein dürften.