Einer der beiden Täter zieht eine Pistole, drückt ab. Das Geschoss verfehlt den Inhaber Johann Gross (66)/50354 Hürth. Der Täter schlägt ihn mit der Waffe. Doch Johann Gross schlägt zurück. Mit einer Wanduhr.
Als gegen 12.20 Uhr die Türglocke klingelt, sitzt der Juwelier in seiner Werkstatt. Bis zum Tresen kommt er nicht mehr: Zwei Männer stehen vor ihm. Der erste Schuss fällt, beim zweiten klemmt die Pistole. Der Täter schlägt stattdessen zu, doch Johann Gross wehrt sich. Damit haben die Unbekannten wohl nicht gerechnet: Sie ergreifen die Flucht ohne Beute. Der Juwelier läuft blutend hinter ihnen her. Und zertrümmert eine Wanduhr auf dem Kopf eines Täters. Ein Zeuge versucht, die Täter zu verfolgen, doch vergeblich. Sanitäter kümmern sich um den Juwelier, die Mordkommission schaltet sich ein. Die Polizei ermittelt gegen die Unbekannten wegen versuchter Tötung.
Entführung eines Juweliers auf Teneriffa: Ein ungewöhnlicher Fall erregte am 28.11.2010 großes Aufsehen. Der Besitzer der Juwelier-Kette Te quiero mit mehreren Filialen auf Teneriffa, Francisco Morales, wurde in Igueste bei Candelaria entführt. Die Täter sollen ein Lösegeld für seine Freilassung gefordert haben.
Erst nach rund fünf Stunden gelang dem Mann die Flucht. In Strümpfen, mit blutendem Gesicht und ausgeschlagenen Zähnen tauchte er gegen 22 Uhr plötzlich in der Casas de las Cumbres im Anagagebirge auf. Seine Hände waren auf dem Rücken mit Handschellen gefesselt. Die Waldhüter, die dort ihre Operationszentrale haben, alarmierten die Polizei.
Offenbar war der Geschäftsmann bereits um circa 17 Uhr überwältigt worden. In seinem eigenen Fahrzeug, einem grauen VW California, ist er verschleppt worden. Die meiste Zeit habe er in einer Wohnung verbracht, erklärte das Opfer der Polizei. Dann habe man ihn mit seinem Fahrzeug bis in die Nähe von Bajamar verschleppt. An einer Kreuzung verließen die Täter die Hauptstraße und fuhren auf eine Waldpiste, die in den Barranco Perdoma führt. Etwa einen halben Kilometer vom Club Naútico in Bajamar entfernt setzten sie sein Fahrzeug in Brand. Zwei Augenzeugen gaben später zu Protokoll, sie hätten ein große und mehrere kleinere Detonationen gehört, die sie aber nicht zuordnen konnten. Erst als sie Rauch aufsteigen sahen, alarmierten sie die Feuerwehr. Der Entführte wurde in ein anderes wartendes Auto verschleppt. Wie ihm die Flucht gelang und ob er für seine Freiheit ein Lösegeld gezahlt hat, ist derzeit noch unbekannt. Auf jeden Fall entwendeten die Täter Geldbörse, Kreditkarten und Handy ihres Opfers. Völlig entkräftet erreichte er die Schutzhütte in den Bergen. Obwohl die Polizei eine sofortige Ringfahndung zwischen Anaga und den umliegenden Metropolen La Laguna und Santa Cruz einleitete, konnten die Täter nicht lokalisiert werden. Der Entführte gab an, seine Peiniger hätten einen kanarischen Akzent gehabt und sie seien bewaffnet gewesen. Seltsam erscheint auch, dass die Geschäfte des Juweliers im Laufe des letzten Jahres mehrfach Opfer von Raubüberfällen waren. Außerdem scheint die Tat gut vorbereitet gewesen zu sein, denn das Fahrzeug war offenbar durch eine kleine Bombe zerstört worden. Derzeit laufen die Ermittlungen in alle Richtungen. Sollte es Hinweise für einen Zusammenhang zwischen den Raubüberfällen und der Entführung geben, könnte das Motiv privater Natur sein oder auch auf das Konto ehemaliger Mitarbeiter gehen.
Am Donnerstag, 25. November, 9.15 Uhr wurde Juwelier Labisch/45128 Essen auf der Juliusstraße überfallen. Noch vor Geschäftsöffnung klopfte ein Mann an der Tür, des zwischen Huyssenallee und Rellinghauser gelegenen Geschäftes. Der Räuber trug ein blau/ gelbe Uniform, ähnlich wie die der Postboten und eine Strumpfmaske. Sofort nach Betreten des Geschäftes schlug und trat der bewaffnete Mann auf den Geschäftsinhaber ein. Nachdem er ihn gefesselt hatte entwendete er hochwertigen Schmuck aus den Auslagen und den Vitrinen. Nach wenigen Minuten flüchtete der etwa 1,8 m große und stämmige Täter in Richtung Opernplatz. Polizeibeamte fanden kurz darauf den Verletzten und sorgten für seinen Transport ins Krankenhaus. Die Fahndung nach dem brutalen Räuber verlief bislang ohne Erfolg. Zeugen, die vor oder nach der Tat den flüchtigen "Postboten" beobachtet haben, werden gebeten, sich unter Telefon 0201- 82 90 bei der Polizei zu melden. Auch werden zwei Frauen gesucht, die vermutlich während des Überfalles vor den Schaufenstern standen.
Es waren Szenen wie in einem Krimi, doch was sich hier in der Stuttgarter Innenstadt abspielte waren keine Dreharbeiten, sondern spektakuläre Realität: Tatort Königsstraße mitten in der belebten City:
Zunächst betritt ein Mann das dortige Juweliergeschäft Kutter/70173 Stuttgart und bittet einen der Angestellten nach draußen ans Schaufenster. Unmittelbar zu diesem Zeitpunkt stürmen zwei vermummte Räuber das Juweliergeschäft, bedrohen in gebrochenem Englisch die Angestellten und lassen sich unter Androhung einer Schusswaffe Vitrinen öffnen. Die Gangster raffen unzählige hochwertige Uhren in zwei Taschen und flüchten blitzartig über die Königstraße. Doch offenbar hatten diese nicht mit der Zivilcourage der Stuttgarter Bevölkerung gerechnet: Drei Passanten verfolgen die flüchtenden Männer die Aktion verläuft dramatisch, denn während der Verfolgung schoss einer der Flüchtenden sowohl in die Luft als auch in Richtung seiner Verfolger, um diese abzuhalten. Doch diesen gelang es trotzdem, zumindest einen der Gangster im Bereich der Kronprinzstraße zu fassen.
Der 31-jährige Mann konnten überwältigt und bis zum Eintreffen der Polizei festgehalten werden. Bei der darauf folgenden Festnahme durch Polizeibeamte wenige Minuten nach dem Überfall wurde bei dem Tatverdächtigen auch eine der Taschen mit einem Teil der Beute sichergestellt. Zudem wurde in dem Bereich Hülsen einer Schreckschusswaffe sichergestellt. Andere aufmerksame Passanten gaben den Hinweis, ein oder zwei Täter seien in ein Geschäftsgebäude an der nahegelegenen Theodor-Heuss-Straße geflüchtet. Das Gebäude wurde daraufhin abgesperrt. Schwer bewaffnete und vermummte Spezialkräfte des SEK rückten an, um das Haus zu stürmen mit einem weiteren Erfolg: Ein Tatverdächtiger konnte in dem Gebäude festgenommen werden. Die festgenommen Tatverdächtigen sind 34 und 31 Jahre alt, stammen beide aus Estland. Sie werden mit Antrag der Staatsanwaltschaft Stuttgart auf Erlass von Haftbefehlen am Freitag einem Richter vorgeführt. Die Fahndung nach einem dritten weiterhin flüchtigen Täter dauerte bis zum Abend an. Dazu war auch ein Polizeihubschrauber zur Fahndung in der Innenstadt eingesetzt.
Die Geschichte von den mutigen Zeugen, hat jetzt allerdings ein überraschendes Nachspiel: Die Polizei ermittelt gegen einen 36-jährigen Hilfsarbeiter wegen Unterschlagung. Er soll eine finanzielle Zuwendung des Juweliers, die seinem Kollegen zugedacht war, selbst eingesteckt haben und damit verschwunden sein.
Der 34-jährige Betroffene aus Untertürkheim konnte es gar nicht fassen. "Der hat mir nichts davon gesagt, dass er bereits am vergangenen Freitag beim Juwelier war und von ihm zwei Kuverts bekommen hatte", schimpft er. Die beiden Männer sind über eine Zeitarbeitsfirma an ein Unternehmen vermittelt worden, das derzeit die Elektroeinrichtungen beim Weihnachtsmarkt installiert. Zusammen hatten sie am 11. November in ihrer Mittagspause einen 31-jährigen Esten dingfest gemacht, einen von drei Tätern, die Uhren im Wert von mehreren Hunderttausend Euro erbeutet hatten. Sie hatten sich dabei auch von Schüssen nicht abschrecken lassen.
Doch hinterher scheint sich jeder selbst der Nächste zu sein: Am Mittwoch meldete sich der 36-Jährige vom Elektroinstallateur ab, kehrte in seine Heimat in Norddeutschland zurück. Als der 34-Jährige am selben Abend beim Juwelier vorstellig wurde, erfuhr er erstmals von besagtem Kuvert. Der Kurzzeitkollege war nicht mehr zu erreichen. Der 36-Jährige hatte sich zuvor noch öffentlich beklagt, dass es von der Polizei keinen Dank für seinen Einsatz gegeben habe. Der nächste Kontakt dürfte unerfreulicher sein - der Hilfsarbeiter wird als Beschuldigter geführt, nachdem der 34-Jährige Anzeige gegen ihn erstattet hat.
Dem Juwelier ist der Fall höchst unangenehm. "Dabei war das noch gar nicht die Belohnung, sondern nur ein kleiner Betrag als erstes kleines Mini-Dankeschön, auf den Schreck am Tag danach", sagt Geschäftsführer Jochen Möhrle.
Alle Zeugen - die beiden Hilfsarbeiter, aber auch drei Studenten sowie ein Referendar - "haben fantastisch reagiert und gehandelt", sagt Möhrle. Immerhin konnten so alle 63 geraubten Uhren sichergestellt werden. Um die Wertschätzung des Unternehmens für die Zivilcourage auszudrücken, bereite man eine größere Dankesaktion vor, bei der es einen "namhaften Bargeldbetrag und einen hochwertigen Gutschein" geben werde. Gedacht sei auch an eine Einladung zu einer eigenen Veranstaltung.
Der treulose Zeuge dürfte durch die polizeilichen Ermittlungen wegen Unterschlagung davon aber nichts mehr zu sehen bekommen: "Damit", sagt Geschäftsführer Möhrle, "hat er sein Glück verspielt."
Filmreifer Überfall auf ein Juweliergeschäft in Charlottenburg am Nachmittag des 05.11.10. Vier maskierte Männer stürmten in den Laden Luxus4You/10719 Berlin in der Lietzenburger Straße. Mit vorgehaltenen Pistolen zwangen die dreisten Räuber den Inhaber und seine Angestellten, sich auf den Boden zu legen. Dann zertrümmerten die Männer mehrere Vitrinen, entwendeten Uhren und Schmuck. Zudem raubten die Maskierten Bargeld. Nach DB-Informationen soll sich die Beute auf etwa eine Million Euro belaufen. Mit der Beute flüchteten die Räuber in die gegenüberliegende Emser Straße in Richtung Pariser Straße. Der Inhaber und seine Angestellten blieben unverletzt. Mit Motorrädern flüchteten die Räuber nach ihrem Coup mit einem Roller und einem Motorrad in die gegenüberliegende Emser Straße in Richtung Pariser Straße.
Beide Maschinen wurden kurz nach dem Raub von Anwohnern in einem Innenhof in der Pfalzburger Straße entdeckt. Die Krafträder wurden vor vier Wochen in Charlottenburg und Schöneberg gestohlen.
Die Polizei bittet Zeugen, sich zu melden. Die Räuber werden alle wie folgt beschrieben: Sie sollen zwischen 25 und 30 Jahre alt sein, mittlere Größe und sportliche Staturen haben.