Überfälle

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Palm/35578 Wetzlar

Am 17.12.2010 betrat kurz nach 18:00 Uhr ein ca. 25-30 Jahre alter Mann das Juweliergeschäft Palm/35578 Wetzlar in der Wetzlarer Altstadt und forderte die Herausgabe von Geld und Wertgegenständen. Um seiner Forderung Nachdruck zu verleihen, zog der mit einem türkisfarbenen Tuch maskierte Täter eine Pistole hervor, bedrohte die Angestellten und schlug mit der Waffe auf den Verkaufstresen. Derart eingeschüchtert händigte eine Angestellte Bargeld und Schmuck aus. Dies reichte dem Täter vermutlich noch nicht. Er schlug mit der Pistole die Glasscheibe einer Wandvitrine ein und entnahm dort mehrere Armbanduhren. Anschließend flüchtete der vermutlich alkoholisierte Täter in Richtung Lahninsel. Die Höhe des Raubgutes lässt sich zurzeit noch nicht genau beziffern, allerdings verlor der Täter auf seiner Flucht einen Teil seiner Beute.
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Kruse und Glage/25436 Uetersen

Am 13.12.2010 kurz vor Feierabend, gegen 18 Uhr, haben Unbekannte den "Juwelier am Rosarium" in Uetersen ausgeraubt. Die beiden Inhaberinnen Angelika Kruse und Ursula Glage/25436 Uetersen hatten nach eigenen Angaben im Büro gesessen, als sie die Türglocke hörten. Doch statt Kundschaft standen zwei maskierte Männer hinterm Tresen und räumten die Auslage aus. Nur das Wertvollste nahmen die Täter mit. Brillanten und Goldschmuck im Wert von etwa 50 000 Euro, so schätzte Kruse gestern im Gespräch mit unserer Zeitung, verschwanden in einem Beutel, den die Diebe mitgebracht hatten. "Ich rief um Hilfe, da haben die beiden Männer noch eine Vitrine zerschlagen", sagt die Inhaberin. Die beiden Juwelendiebe flüchteten. Kruse lief auf die Straße. Hinter den beiden Räubern her. Erneut rief sie um Hilfe. Doch die beiden Männer, die zuvor den Laden ausgeräumt hatte, waren nicht allein. Ein dritter Täter, der vor der Ladentür Schmiere gestanden hatte, attackierte Kruse. Er stieß sie zu Boden. Das Trio konnte unerkannt flüchten.
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Heller/A-9020 Klagenfurt

In der Klagenfurter Innenstadt ist Mittwochnachmittag, 08.12.2010 Juwelier Heller/A-9020 Klagenfurt überfallen und ausgeraubt worden. Laut Polizeiangaben stürmten vier Männer das Geschäftslokal. Einer hielt eine Angestellte mit einer Waffe in Schach, zwei weitere zertrümmerten mit Hacken die Vitrinen und entnahmen Schmuck und Uhren. Die Täter flüchteten mit einem gestohlenen Fahrzeug, das später gefunden wurde. Am Tag nach dem spektakulären Raubüberfall auf den Klagenfurter Nobel-Juwelier ist im Geschäft wieder Normalität eingekehrt - oberflächlich betrachtet. Die mit Äxten zertrümmerten Vitrinen wurden längst repariert und mit neuen edlen Uhren aufgefüllt. Nirgends sind mehr Spuren der Verwüstung zu sehen. Doch den Mitarbeitern steht immer noch der Schock ins Gesicht geschrieben. "Es ging so schnell. Plötzlich hatte ich eine Pistole genau an der Schläfe", sagt eine der Mitarbeiterinnen. "Ich habe mir gedacht, buh, was jetzt? Es waren die schlimmsten Minuten meines Lebens. Ich bin nur froh, dass er nicht abgedrückt hat." Ihre Kollegin erzählt: "Die sind hereingestürmt und haben wie wild mit Äxten und Füßen Vitrinen zertrümmert. Es war so laut, das kann man sich nicht vorstellen, und überall sind Splitter geflogen." Das Geschäft war zum Zeitpunkt des Überfalls voll mit Kunden. Alle mussten sich hinlegen oder hinknien. "Einer unserer Stammkunden hat seinen großen Hund dabeigehabt", erzählt sie. "Die Besitzer haben sofort den Hund beruhigt und niedergehalten - wer weiß, was passiert wäre, wenn der Hund gebellt oder irgendetwas gemacht hätte, was die Täter aus dem Konzept gebracht hätte." Bei dem Überfall sei alles ganz schnell gegangen. Dieser habe insgesamt nur 120 Sekunden gedauert. "Der Überfall wurde von Profis generalstabsmäßig durchgeführt. Gottseidank ist niemanden ein Haar gekrümmt worden, das ist mir das Allerwichtigste. Der materielle Schaden ist ersetzbar und wurde auch schon ersetzt, es ist alles wieder neu verglast". so der Kollege.
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Johann Gross (66)/50354 Hürth

Einer der beiden Täter zieht eine Pistole, drückt ab. Das Geschoss verfehlt den Inhaber Johann Gross (66)/50354 Hürth. Der Täter schlägt ihn mit der Waffe. Doch Johann Gross schlägt zurück. Mit einer Wanduhr. Als gegen 12.20 Uhr die Türglocke klingelt, sitzt der Juwelier in seiner Werkstatt. Bis zum Tresen kommt er nicht mehr: Zwei Männer stehen vor ihm. Der erste Schuss fällt, beim zweiten klemmt die Pistole. Der Täter schlägt stattdessen zu, doch Johann Gross wehrt sich. Damit haben die Unbekannten wohl nicht gerechnet: Sie ergreifen die Flucht – ohne Beute. Der Juwelier läuft blutend hinter ihnen her. Und zertrümmert eine Wanduhr auf dem Kopf eines Täters. Ein Zeuge versucht, die Täter zu verfolgen, doch vergeblich. Sanitäter kümmern sich um den Juwelier, die Mordkommission schaltet sich ein. Die Polizei ermittelt gegen die Unbekannten wegen versuchter Tötung.
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Juwelier-Kette „Te quiero“

Entführung eines Juweliers auf Teneriffa: Ein ungewöhnlicher Fall erregte am 28.11.2010 großes Aufsehen. Der Besitzer der Juwelier-Kette „Te quiero“ mit mehreren Filialen auf Teneriffa, Francisco Morales, wurde in Igueste bei Candelaria entführt. Die Täter sollen ein Lösegeld für seine Freilassung gefordert haben. Erst nach rund fünf Stunden gelang dem Mann die Flucht. In Strümpfen, mit blutendem Gesicht und ausgeschlagenen Zähnen tauchte er gegen 22 Uhr plötzlich in der Casas de las Cumbres im Anagagebirge auf. Seine Hände waren auf dem Rücken mit Handschellen gefesselt. Die Waldhüter, die dort ihre Operationszentrale haben, alarmierten die Polizei. Offenbar war der Geschäftsmann bereits um circa 17 Uhr überwältigt worden. In seinem eigenen Fahrzeug, einem grauen VW California, ist er verschleppt worden. Die meiste Zeit habe er in einer Wohnung verbracht, erklärte das Opfer der Polizei. Dann habe man ihn mit seinem Fahrzeug bis in die Nähe von Bajamar verschleppt. An einer Kreuzung verließen die Täter die Hauptstraße und fuhren auf eine Waldpiste, die in den Barranco Perdoma führt. Etwa einen halben Kilometer vom Club Naútico in Bajamar entfernt setzten sie sein Fahrzeug in Brand. Zwei Augenzeugen gaben später zu Protokoll, sie hätten ein große und mehrere kleinere Detonationen gehört, die sie aber nicht zuordnen konnten. Erst als sie Rauch aufsteigen sahen, alarmierten sie die Feuerwehr. Der Entführte wurde in ein anderes wartendes Auto verschleppt. Wie ihm die Flucht gelang und ob er für seine Freiheit ein Lösegeld gezahlt hat, ist derzeit noch unbekannt. Auf jeden Fall entwendeten die Täter Geldbörse, Kreditkarten und Handy ihres Opfers. Völlig entkräftet erreichte er die Schutzhütte in den Bergen. Obwohl die Polizei eine sofortige Ringfahndung zwischen Anaga und den umliegenden Metropolen La Laguna und Santa Cruz einleitete, konnten die Täter nicht lokalisiert werden. Der Entführte gab an, seine Peiniger hätten einen kanarischen Akzent gehabt und sie seien bewaffnet gewesen. Seltsam erscheint auch, dass die Geschäfte des Juweliers im Laufe des letzten Jahres mehrfach Opfer von Raubüberfällen waren. Außerdem scheint die Tat gut vorbereitet gewesen zu sein, denn das Fahrzeug war offenbar durch eine kleine Bombe zerstört worden. Derzeit laufen die Ermittlungen in alle Richtungen. Sollte es Hinweise für einen Zusammenhang zwischen den Raubüberfällen und der Entführung geben, könnte das Motiv privater Natur sein oder auch auf das Konto ehemaliger Mitarbeiter gehen.

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