Briefe des Herausgebers

Advent

Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft beweist der stationäre Fachhandel Jahr für Jahr, dass der Abgesang auf ihn verfrüht ist. In der umsatzstärksten Zeit des Jahres strömen dann wieder auch jene in die Innenstädte, die sich sonst eher Pakete liefern lassen.

Expertisen

Da wollte sich das altehrwürdige GIA, das Gemological Institute of America, wohl eine neue Umsatzquelle erschließen: Mitte Oktober verkündete das renommierte Institut die Einführung von Expertisen für synthetische Diamanten.

Endzeit

Für die Bundesregierung reichte ein Federstrich, um die Mehrwertsteuer für ein halbes Jahr zu senken. In den Unternehmen hingegen löste die als Entlastung gedachte Maßnahme eine Lawine an Bürokratie aus. In vielen Betrieben hat sie mehr gekostet als gebracht.

Webseite ist zu wenig

Die Beherrschung der Pandemie steht im Augenblick im Vordergrund. Aber darüber darf nicht vergessen werden, dass Strukturveränderungen weiter gehen. So auch im Schmuckhandel. Auch die Entwicklung weg vom stationären zum Online-Handel wird auch nach Corona anhalten.

Glücksspiel

Die Corona-Pandemie wird viele wirtschaftliche Verlierer haben, aber sicher auch eine ganze Reihe von Gewinnern. Während in Frankfurt mit dem Hessischen Hof gerade eines der traditionsreichsten Hotels der Stadt sein Geschäft aufgibt und einige Konzerne schon Zigtausende von Stellen abbauen,

Tod einer Übernahme

Marilyn Monroe feiert im Klassiker „Diamonds are a girl's best friend“ den Schmuckhersteller Tiffany und singt, dass Franzosen froh sind aus Liebe zu sterben. Heute kann im Beziehungsgeflecht der Luxusanbieter nicht mehr von Liebe die Rede sein, sondern eher vom Tod einer Übernahme.

Corona

Gut und Böse, Schwarz und Weiß: Extreme prägen den politischen Diskurs. Wie gefährlich das ist, zeigt sich in der Debatte über die Corona-Ausbrüche in der Fleischindustrie. Lange Zeit galt Dänemark als eine Art Paradies,

Hilflose Kollegen

Die Hilflosigkeit der Kollegen zeigt sich in diesen Tagen in den Forderungen ihres größten Verbands. Es ist nicht lange her, da hat der Hauptgeschäftsführer argumentiert, ein Ende der Maskenpflicht wäre der Kauflust zuträglich. Nun sagt der Präsident des Handelsverbands HDE,

Es lebe der Shop!

Nicht erst seit der Corona-Krise sprießen nahezu täglich neue Online-Plattformen für Schmuck wie Pilze aus dem Boden. Mal betonen die Betreiber, dass sie den lokalen Handel fördern möchten. Andere wiederum stellen die Schlagkraft einer Branchenplattform in den Mittelpunkt ihrer Argumentation.

Muss Kaufhof überleben?

Wie schön waren die Geschäfte für die Schmuck-Lieferanten von Kaufhof. Hohe Aufträge, zahlungskräftiger Kunde. Da konnte man den Fachhandel vernachlässigen. Wie sagte damals ein Lieferant aus Idar Oberstein: Die Juweliere kaufen zu wenig und zahlen schlecht.

Bargeld lacht

Viele Deutsche wissen über den wahren Nutzen des Bargelds offenbar besser Bescheid als die Bürger einiger Nachbarländer. Diesen Schluss zieht DB aus dem Umlauf von Bargeld und aus dem Verhalten beim Bezahlen in der Corona-Krise.

Fehlinfo

Die Entwicklung der Verbraucherpreise wird monatlich anhand der Preise eines virtuellen Warenkorbs ermittelt. Doch die Corona-Krise hat unser Kaufverhalten so radikal verändert, dass dieser Index kaum noch zur Bewertung der Teuerung tauge.

Neuer Juwelier

Bernd Wolf, Pandora, Chopard, Ph. Hahn – die Liste derjenigen Schmuckhersteller, die am Fachhandel vorbei agieren, ist lang und wird immer länger. Vertriebswege werden „optimiert“, in dem langjährige Partner aus der Pole Position gedrängt werden. Entweder fallen sie ganz heraus oder dürfen noch

Mieten

Eine Regelung aber ist hochumstritten: das Mieten-Moratorium. Noch bis Ende Juni können Mieter Ihre Zahlungen aussetzen ohne dass sie eine Kündigung fürchten müssen.

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